zur Navigation springen

Neues Gerätehaus in Kreuzfeld: Lieber gleich größer bauen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 18:48 Uhr

Reichen drei Stellplätze oder sollen es doch vier sein? Um diese Frage drehte sich am Dienstagabend die Entscheidung des Hauptausschusses zum Neubau des Kreuzfelder Feuerwehrgerätehauses. Die Kassenlage der Gemeinde ist zwar leer. Dennoch entschied sich eine Mehrheit der Ausschussmitglieder für die große Lösung. Lediglich Ausschussvorsitzender und CDU-Fraktionschef Uwe Potz sowie sein Fraktionskollege Hans-Werner Salomon stimmten dagegen.

Laut Kostenschätzung werden für den Neubau nun knapp 926  000 Euro fällig, rund 73  000 Euro mehr als für die kleinere Variante. „Wir haben einfach zu viel Material, das nicht untergebracht werden kann“, begründete Andree Bendrich, Wehrführer in Kreuzfeld und stellvertretender Gemeindewehrführer, den Platzbedarf. Außerdem sei nicht absehbar, ob nicht vielleicht in 25 Jahren möglicherweise ein Stellplatz für ein viertes Fahrzeug benötigt werde.

Der vierte Stellplatz solle auch als Übungsfläche genutzt werden, erläuterte FDP-Fraktionschef Wilfred Knop, der auch Dorfvorsteher in Kreuzfeld ist. Es sei kostengünstiger, gleich größer zu bauen. „Es macht wirtschaftlich Sinn, ein 4. Tor gleich mit einzubauen.“

Salomon forderte statt eines als Übungsfläche genutzten vierten Stellplatzes eine Perspektive für einen zentralen Übungsplatz für alle Wehren der Gemeinde. „Ich weiß jetzt schon, dass andere Wehren kommen und sagen, wir wollen sowas auch“, warnte er. Doch Bendrich erteilte dem Vorschlag eine Absage: „Wir müssen die Ausbildung für die Leute anbieten, die abends gerade da sind.“ Grundsätzlich habe man bewusst kostengünstig geplant, hatte Bendrich eingangs betont.

SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning machte eine langfristige Rechnung auf. „Wir müssen die Mehrkosten von 73  000 Euro über einen Zeitraum von 30 Jahren rechnen.“ Er verwies außerdem auf die Vergangenheit. Da sei zwar großzügig geplant worden, nach zehn Jahren habe aber trotzdem Platzmangel geherrscht. Ins selbe Horn stieß Holger Bröhl (FWM), selbst lange aktiver Feuerwehrmann: „Ich weiß, wie schnell das geht, dass man Platz braucht.“

Vergeblich bemühte sich Potz um einen Kompromiss, um die Mehrkosten zu drücken. Sein Vorschlag, die Bodenplatte des Neubaus bereits für vier Stellplätze zu planen, sich einen Ausbau aber vorzubehalten, bis dieser wirklich benötigt werde, fand kein Gehör.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen