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Feuerwehr : Neuer Vorschlag in der Rettungsboot-Debatte

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

FWE-Politiker Thomas Koebke schlägt vor, auf dem Gelände des Rudervereins einen Schuppen zu errichten und das Boot hier dauerhaft unterzubringen.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 14:08 Uhr

In die Debatte um eine neue Einlassstelle für das Feuerwehrrettungsboot am Großen Eutiner See kommt immer mehr Bewegung. Nachdem die SPD-Fraktion bereits im März gefordert hatte, eine Einlassstelle im Uferbereich vor der Schwimmhalle an der Fissauer Bucht einzurichten, trat am Mittwochabend im Bauausschuss der FWE-Stadtvertreter Thomas Koebke mit einer ganz neuen Idee auf den Plan.

„Es wäre doch sinnvoller, wenn wir das Boot dort deponieren, wo es auch gebraucht wird – nämlich am Großen Eutiner See“, erklärte er. Koebke schlug vor, den Bau eines Schuppens auf dem Gelände des Germania Rudervereins zu prüfen, um das Wasserfahrzeug hier dauerhaft unterzubringen. Im Notfall entfiele hierdurch der Transport vom Feuerwehr-Gerätehaus zur Einlassstelle am Wasser.

Ein Vorschlag, der sowohl bei den anderen Ausschussmitgliedern als auch Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz auf Beachtung stieß. „Wir können das Thema mit der Feuerwehr diskutieren und gucken, welche Vor- und Nachteile bei dieser Lösung bestehen“, so Schulz. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung daraufhin einstimmig, die Machbarkeit einer solcher Lagermöglichkeit für das Boot zu prüfen – in Abstimmung mit Ortswehrführer Wolfgang Mevs.

Dieser wollte sich gestern auf Nachfrage des OHA zunächst nicht zu der neuen Idee äußern. Keinen Hehl machte er jedoch aus der Dringlichkeit der Angelegenheit. „Es muss schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden und nicht erst zur Landesgartenschau.“ Die bisherige Einsetzstelle am Haus des Gastes war nach dem Kauf des neuen Rettungsboots zu klein geworden. Seitdem setzt die Feuerwehr das Boot über eine Drehleiter ins Wasser ein. Hierdurch gehen im Ernstfall wertvolle Minuten verloren.

Vom Tisch scheint hingegen der SPD-Vorschlag, die Einsetzstelle im Uferbereich der Schwimmhalle einzurichten. Hier schlummern Altlasten des alten Gaswerkes. Das staatliche Umweltamt hat deshalb in diesem Bereich vor zehn Jahren eine Ankerverbotszone erlassen. „Aus Sicht der Verwaltung ist die Einrichtung einer Einsetzstelle am Uferbereich vor der Schwimmhalle mit erheblichen Risiken behaftet und kann nicht empfohlen werden“, so Bauamtsleiter Bernd Rubelt. Bleibt die Möglichkeit, die Einsetzstelle auf dem Gelände des Rudervereins einzurichten. Hierzu führt die Stadt derzeit mit dem Vereinsvorstand Gespräche.

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