Neuer Turm in einem Jahr?

Ihre Stiftung will den neuen Holzbergturm finanzieren: Kay und Dörte Cornils.
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Ihre Stiftung will den neuen Holzbergturm finanzieren: Kay und Dörte Cornils.

Kay Cornils will bis zu 100 000 Euro für den Neubau des Holzbergturms ausgeben / Födona will sich um Instandhaltung kümmern

shz.de von
16. März 2017, 12:31 Uhr

Die Pläne für einen Neubau des Holzbergturms in Malente-Neversfelde werden konkreter. Nachdem Kay Cornils angekündigt hatte, das Projekt aus der gemeinsamen Stiftung mit seiner Frau, der Kay-und-Dörte-Cornils-Stiftung zu finanzieren, hat der Förderverein Dorf und Natur in der Gemeinde Malente (Födona) am Mittwochabend im Seehotel Diekseepark die Weichen gestellt, um sich künftig um das Bauwerk zu kümmern.

Knapp 30 anwesende Mitglieder votierten bei einer Enthaltung einstimmig für eine entsprechende Satzungsänderung. So soll der Vereinszweck künftig auch durch Erwerb, Sanierung, Betrieb und Erhalt oder Neubau des Holzbergturms in Neversfelde erfüllt werden.

Kay Cornils bekräftigte vor der Versammlung sein Angebot für den Neubau eines Turms aus Stahl. „Wir haben uns eine Grenze von 100  000 Euro gesetzt.“ Er werde in zwei Wochen mit einem Fabrikanten in Stuttgart sprechen. „Ich denke, gerade zusammen mit dem Förderverein haben wir eine gute Chance, den Aussichtsturm zu bauen“, sagte Cornils. Er sei immer wieder beeindruckt vom Engagement des Vereins für den Wildpark. Mit dem Wildpark, dem Weg zum Turm und dem Bauwerk selbst ergebe sich ein „schönes Fleckchen, aus dem wir viel machen können“, ist sich der ehemalige Malenter Gastronom sicher.

Der jetzige Turm aus Lärchenholz war nach rund zehn Jahren aufgrund von Pilzbefall so morsch, dass er bereits im Juni 2015 aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Ursprüngliche Überlegungen des Vereins, den Holzturm doch noch irgendwie zu retten, wurden mit dem Angebot von Cornils ad acta gelegt. Der alte Turm soll nun fallen, damit dort ein neuer, moderner und haltbarer Aussichtsturm aufgebaut werden kann – möglichst unter Einbeziehung der alten Fundamente. Der Träger des Holzturms, der Verschönerungsverein Neversfelde, hatte sich bereiterklärt, soweit möglich für den Abriss aufzukommen. Falls die Mittel nicht reichen,will die Gemeinde einspringen.

Födona stellt sich vor, künftig für laufende Kosten, Instandhaltung und Versicherung des künftigen Turms aufzukommen. Hierfür plant der Vorstand eine mögliche Umschichtung eines Teils der Förderung vom Wildpark. Cornils hatte sein Neubau-Angebot an die Bedingung geknüpft, dass die Gemeinde für die Genehmigung des Neubaus sorgt.

Födona-Schriftführer Jan Eskildsen will nun zusammen mit den Beteiligten, darunter auch dem Verschönerungsverein Neversfelde, eine Sitzungsvorlage als Entscheidungsgrundlage für die Gemeinde ausarbeiten. Darin soll etwa geklärt werden, welche laufenden Kosten mit einem neuen Turm verbunden sind. Ob der Verein oder die Gemeinde künftig die Trägerschaft des Turms übernimmt, ist nach Worten von Eskildsen aus Vereinssicht noch offen. Kay Cornils gibt sich unterdessen optimistisch. „Mit der Gemeinde dauert ja immer alles etwas länger, aber wenn der Plan abgesegnet wird, sollten wir im Laufe eines Jahres einen neuen Turm in Neversfelde haben“, erklärte er.

Abseits des großen Themas Holzbergturm referierte der Vorsitzende Jörg Graage (Foto) über den erfolgreichen Wildpark. „Es ist immer wieder ein Genuss, die vielen Besucher, die Kinder zu sehen, wie sie mit den Tieren harmonieren“, sagte Graage. Es habe sich einiges getan. Es gebe einen neuen weißen Hirsch, der wohl in den nächsten Wochen sein erstes Geweih zeigen werde.

Es sei geplant, eine neue Futterhütte zu bauen, doch dafür werde eine Baugenehmigung benötigt. Graage hofft, dass diese bald erteilt werden kann. Der Verein ist auf 70 Mitglieder gewachsen und finanziell im Plus. Es wurden zwei weitere Passagen in der Satzung geändert. Zum einen darf der Vorstand nun redaktionelle Änderungen in der Satzung vornehmen, außerdem wurde die Haftung des Vorstands mit seinem Privatvermögen reduziert. So tritt diese nur noch im Vorsatz oder bei grober Fahrlässigkeit ein.

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