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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 05:18 Uhr

Neuer Leiter für Soziales und Bildung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Alfred Grüter arbeitet seit 38 Jahren beim Kreis und folgt auf Matthias Badenhop

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 18:43 Uhr

Die Anstellung beim Kreis Ostholstein bezeichnet Alfred Grüter „als Glück seines Lebens“. Seine Vorgesetzten imponierten ihm, deshalb sei er geblieben, sagt Grüter im Gespräch mit unserer Zeitung. Grüter leitet seit dem 5. September den Fachbereich 5 und verantwortet den Sozialen Bereich mit der Beteiligung am Jobcenter, die Trägerschaft der Berufsschulen, die Verwaltungsleitung im Schulamt und die Sportförderung. Der 61-Jährige hat rund 200 Mitarbeiter, wie er sagt. Der bisherige Fachdienstleiter für Soziales war bereits Stellvertreter seiner Vorgänger, Dr. Matthias Badenhop und Hans-Peter Birkner.

Die Vorgesetzten, an die sich Grüter noch gut erinnert, waren Arnold Reinholdt und Heinz Welbers. „Die waren sehr imposant, denn sie waren ehrlich und direkt.“ Nach dem Einstellungsgespräch im November 1978 habe er sich sofort entscheiden müssen. Das tat er und so trat der Sozialpädagoge am 1. Februar 1979 sein Anerkennungsjahr in Eutin an, ein halbes Jahr später bekam er eine feste Stelle.

Heute ist Alfred Grüter derjenige, der künftige Auszubildende und Mitarbeiter einstellt und sein Wissen weitergibt. Über seine Kollegen sagt er: „Ich lernte hier viele kennen, die ähnlich kritisch waren, wie ich und etwas verändern wollten. Es waren immer interessante Leute hier.“

Seine ersten beruflichen Erfahrungen als Kreismitarbeiter machte er in der Bezirkssozialarbeit für Ratekau. Damals sei die Frage aufgekommen, ob Heimerziehung für Kinder nicht vermieden werden könne? Heime haben zu der Zeit nicht immer den besten Ruf gehabt, sagt Grüter.

Als Antwort auf die Frage konnte der Kreis die Intensivbetreuung für Familien einführen. Diese Aufgabe übernahm Grüter 1980. Um die zehn Familien besuchte er persönlich und half ihnen im Alltag. Heute sei die Zahl der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen stabil, sagt Grüter zufrieden: „Jedes Kind, dem man ein Aufwachsen in der Familie nicht ermöglichen kann, ist ein gesellschaftlicher Misserfolg.“ Die 38 Jahre Verwaltungsarbeit haben den Familienvater anscheinend kein bisschen mürbe gemacht. Er könne nicht von erhöhtem Arbeitspensum sprechen. Das hänge auch immer von einem selbst ab. Der Druck seitens der Familien und der öffentlichen Wahrnehmung habe allerdings zugenommen. Die Verwaltung werde heute als Dienstleister gefordert.

Grüter macht den Eindruck, alles im Griff zu haben. Doch auch ihm sei einmal ein Fehler unterlaufen. Der erinnere ihn bei Unzulänglichkeiten anderer stets daran, dass niemand unfehlbar sei.

Der Eutiner engagierte sich zwölf Jahre lang für die Grünen. 1998 zog er sich aus der Kommunalpolitik zurück. Als Familienvater habe er sich auf den Beruf konzentrieren wollen, begründet Grüter. Resignation sucht man bei ihm vergeblich: „Ich glaube, dass sich die Gesellschaft positiv entwickelt, und wir in den vergangenen Jahren gelernt haben, besser miteinander umzugehen.“

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