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Rettung in Sicht : Neuer Lebenswille im Kulturkreis

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mitglieder stimmen gegen die Auflösung des Malenter Verein. Kulturbund Eutin als Retter aus der Not im Gespräch.

Der Kulturkreis Malente bleibt vorerst bestehen. Das entschieden die Mitglieder bei ihrer außerordentlichen Versammlung im Haus des Kurgastes. Gegen die Auflösung des Vereins votierten 31 Stimmberechtigte, dafür waren 14.

Damit folgte die Versammlung einem Vorschlag von Julia Frehse. Sie hatte betont, dass der Verein sich nicht unter Druck setzen lassen, sondern bis zur Neuformierung in reduzierter Form mit weniger Veranstaltungen weitermachen solle.

Diese Möglichkeit bestehe tatsächlich, sagte die Vorsitzende Susanne Naue. Sie stehe als Schriftführerin ebenso wie ein Kassenwart zur Verfügung. Auch der künstlerische Leiter, Jörg Hempel aus Dresden, würde bei Unterstützung aus Malente weiterhin im Kulturkreis-Boot sein. Und der Grafiker, der bisher die Plakate erstellte, habe seine Dienste ehrenamtlich angeboten. „Wir bräuchten dann noch zwei Vorsitzende“, warb Naue um neue Kräfte an der Spitze.

Fest steht, dass der gesamte Vorstand zum Ende des Jahres zurücktritt. Mit der jetzt beschlossenen Fortführung hat der Verein an zwei Fronten zu kämpfen: die Bildung eines neuen Vorstands und die finanzielle Situation, die in den vergangenen zwei Jahren steil bergab ging (der OHA berichtete). „Unser Rücktritt soll nicht den Anschein geben, dass wir keine Lust mehr haben“, betonte Kassenwart Klaus Busse. Aber: „Die Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse der Gemeinde können die Veranstaltungsdefizite nicht mehr ausgleichen.“ Da der Vorstand dafür persönlich hafte, sei die Rücktrittsentscheidung gefallen. Mit der Vereinsfortführung würden Anfang 2014 die Beiträge fällig werden. Bis dahin müsse zumindest die Personalfrage geklärt sein.

Über weitere Alternativen informierte Susanne Naue. Matthias Schiffer, Vorsitzender des Kulturbundes Eutin, halte eine Übernahme für vorstellbar. Das müsse aber zunächst im Eutiner Vorstand und mit den Mitgliedern abgestimmt werden. Eine weitere Möglichkeit sei, dass der Kulturkreis Malente eine Sektion der Universitätsgesellschaft Kiel werde und künftig nur noch Vorträge organisiere.

Ziel des Vorstands ist ein positiver Abschluss des Vereinsjahres 2013. Dazu sei für die noch anstehenden fünf Veranstaltungen eine hohe Besucherquote enorm wichtig, appellierte Susanne Naue, die Vorstellungen und Vorträge zu besuchen. Mit dem heutigen Vortrag „Nicht mit dem Kopf durch die Wand – mit Köpfchen“ wird Prof. Winfried Ulrich um 19.30 Uhr im Haus des Kurgastes interessante Denkanstöße geben.

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