Neuer Lebensretter und ein altes Holztor

Wolfgang Kröger, Dirk Reimers und Edwin Schulz (v.li.) mit dem Defibrillator – dahinter das sanierungsbedürftige Tor.
Wolfgang Kröger, Dirk Reimers und Edwin Schulz (v.li.) mit dem Defibrillator – dahinter das sanierungsbedürftige Tor.

Waldeck: Kiwanis-Club stiftet Defibrillator – Spendenaufruf für altes Eingangstor

shz.de von
08. August 2017, 12:15 Uhr

Kurz nach dem Start der Regionalliga-Saison für die Fußballer von Eutin 08 besteht weiterer Investitionsbedarf auf dem Waldeck. Der Kiwanis-Club Ostholstein gab bereits 1700 Euro für einen Defibrillator. Die Sanierung eines alten hölzernen Eingangstores würde weitere 8000 Euro kosten. Wird das Geld nicht aufgebracht, droht der Abriss.

„Letztes Wochenende hätten wir den Defibrillator fast schon gebraucht“, berichtete Edwin „Eddy“ Schultz von
der Arbeitsgemeinschaft Eutiner Rasensportvereine (Verein Waldeck) mit Blick auf gesundheitliche Probleme eines älteren Besuchers. Der große Vorteil des neuen Lebensretters: Dank Sprachanweisungen können auch Laien mit dem Schockgeber gegen Herzrhythmusstörungen umgehen. Der Defibrillator erkenne selbstständig, ob eine Behandlung nötig sei und gebe im Notfall Stromstöße ab, um einen Herztod zu verhindern, erklärte Schultz. „Wir haben trotzdem einen Lehrgang mitgemacht.“ Gerade in Notsituationen helfe es, wenn man mit dem Gerät vertraut sei.

In einem weiteren Lehrgang sollen möglichst viele Vereinsmitglieder den Umgang mit dem Gerät erlernen. Die laufenden Kosten hielten sich im Rahmen, sagte Schultz. „Wenn wir auch nur ein Leben retten können, hat sich das alles gelohnt.“ Finanziert hat den Lebensretter der Kiwanis-Club Ostholstein. Das Geld sei bei einer Benefizparty in den Torhäusern Ende Juni zusammengekommen, sagte Vereinspräsident Dirk Reimers. „Wir helfen gerne.“

Seit kurzem bereitet eine weitere Baustelle auf dem Waldeck den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. „Eigentlich wollten wir das Eingangstor abreißen, dagegen gab es aber sofort Einwände“, berichtete Waldeck-Vereinsvorsitzender Wolfgang Kröger. Beim 1951 errichtete Holztor ist neben den Stützbalken das Reetdach sanierungsbedürftig, was den Hauptteil der Kosten ausmacht. 8000 Euro werden benötigt oder „jemand, der Reet besorgen und das Dach decken kann“, sagte Kröger. Der 70  000 Euro umfassende Bauetat sei bereits verplant, größtenteils zur Erfüllung von Sicherheitsauflagen.

Der Waldeck-Verein ruft nun zum Spenden auf. „Wenn das Geld in ein, zwei Monaten nicht zusammenkommt, müssen wir das Tor abreißen“, stellte Schultz klar.

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