Eutin : Neuer Kampf um das Haus des Gastes

Das „Haus des Gastes“ an der Eutiner Stadtbucht bewegt weiterhin die Gemüter.
Das „Haus des Gastes“ an der Eutiner Stadtbucht bewegt weiterhin die Gemüter.

Die Bürgerinitiative will die Stadt Eutin mit einen neuen Bürgerbegehren zur Sanierung des Gebäudes zwingen.

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09. Mai 2015, 04:00 Uhr

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Haus des Gastes will ein zweites Bürgerbegehren starten. „Unser Ziel ist es jetzt, eine Sanierung des Gebäudes zu erzwingen“, sagte gestern Eckhard Ahrens, Sprecher der Bürgerinitiative.

Nach seinen Angaben fiel der Entschluss, erneut die Eutiner über die Zukunft des 46 Jahre alten Bauwerkes an der Stadtbucht abstimmen zu lassen, bei einem Treffen im „Neudorfer Hof“. Dort habe er von den Gesprächen mit den Fraktionen und dem Bürgermeister berichtet, nachdem der Bürgerentscheid Mitte Februar eine klare Mehrheit für den Erhalt des Hauses gebracht hatte.

Ahrens: „Die Bürgerinitiative war davon ausgegangen, dass bei einem guten Wahlergebnis die Stadt das Haus sanieren wird. Leider war das ein Trugschluss. Vielmehr wurde mehrfach betont, dass man nun das Gebäude zwei Jahre ungenutzt stehen lassen will und anschließend abreißen wird.“

Dieses Verhalten der Mehrheit im Rathaus habe bei seinen Mitstreitern Empörung ausgelöst. Ahrens: „Alle 40 Anwesenden sprachen sich einstimmig für die sofortige Gründung eines Fördervereines aus.“ Und weiter: „Aus der weiteren Diskussion ergab sich, ein neues Bürgerbegehren mit Bürgerentscheid kurzfristig auf den Weg zu bringen. Bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme wurde dieser Antrag angenommen.“

Mit dem neuerlichen Bürgerentscheid soll die Stadt verpflichtet werden, das Haus des Gastes zu sanieren. Die Kosten dafür habe der FWE-Politiker Malte Tech grob auf rund 500  000 Euro geschätzt, verbunden mit dem Hinweis, dass für die Sanierung größtenteils Fördermittel aus verschiedenen Töpfen möglich seien. Ahrens: „So ist für die Stadt nur ein geringer Teil an Eigenleistung aufzubringen.“

„Da hat Herr Tech wohl den Immobilienbericht vom Bauausschuss nicht gelesen“, bezweifelte SPD-Fraktionschef Hans-Georg Westphal, dass 500  000 Euro für die Sanierung reichen würden. Die SPD lehne weiterhin so hohe Investitionen für das Haus ab, da auch für sie ein Hotel an dem Standort Vorrang habe. Die CDU-Fraktion gehe für die nächsten zwei Jahre vom Status Quo aus, „es ist alles gesagt“, meinte Matthias Rachfahl.

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