Bungsberg : Neuer Erlebnisraum auf dem Gipfel

Nina Hiller stellte  die Baupläne für den Bungsberg vor. Foto: Krauskopf
1 von 3
Nina Hiller stellte die Baupläne für den Bungsberg vor. Foto: Krauskopf

Das Konzept für eine Wiederbelebung der höchsten Erhebung des Landes verspricht Bildung und Spaß. Im kommenden Sommer sollen auf dem Bungsberg Bauarbeiter anrücken.

Avatar_shz von
02. Dezember 2011, 09:29 Uhr

Schönwalde | Über Jahrzehnte hinweg war der Bungsberg ein Ausflugsziel für jährlich mehr als 40.000 Menschen. In den vergangenen Jahren ist es immer trister geworden auf der höchsten Erhebung des Landes.
Im Sommer nächsten Jahres sollen, wenn die kommunale Bauleitplanung weit genug ist, Bauarbeiter anrücken. Von 2013 an, spätestens ab 2014 aber sollen sich wieder größere Mengen an Menschen in Richtung Gipfel bewegen. "Erlebnis Bungsberg" verspricht das Projekt, das gestern der Zweckverband Bungsberg gemeinsam mit der Sparkassen-Stiftung Ostholstein, der Aktivregion Schwentine - Holsteinische Schweiz, dem Kreis und dem Landwirtschaftsministerium auf den Weg gebracht haben.
Der Kernbereich soll komplett neu gestaltet werden
Die Landschaftsplanerin Urte Schlie und die aus Schönwalde stammende Architektin Nina Hiller stellten das Konzept vor, das nun auf dem Bungsberg verwirklicht werden soll. Danach soll der Kernbereich um das nur noch als Ruine vorhandene Lokal komplett neu gestaltet, der Elisabethturm wieder hergerichtet und begehbar gemacht werden. Neben dem historischen Turm soll wieder eine "Waldschänke" gebaut werden, die optisch an das 1865 gebaute Ausflugslokal erinnert, daneben ein Gebäude mit asymetischen und runden Linien als "Bildungsspaß-Gebäude" für Schulklassen und Kindergarten-Gruppen entstehen. Bis zu drei Klassen oder Gruppen hätten gleichzeitig Platz.
Unter dem Motto "Spaß seit der Eiszeit" soll nicht nur für Kinder ein Ausflugsziel geschaffen werden, das Spaß und Bildung verspricht. Besuchern jeden Alters sollen die Epochen Eiszeit, Vor- und Frühgeschichte, Christianisierung, Gründerzeit sowie Neuzeit vermittelt werden, für die Epochen gibt es Anschauungsbeispiele wie eine Schmelzwasserrinne auf dem Bungsberg aus der Eiszeit oder der Elisabethturm als Relikt der Gründerzeit, in die auch der Beginn des Tourismus fällt.
Sommerrodelbahn wäre möglich
Ergänzt werden soll Information durch ein umfangreiches Angebot an Spiel und Spaß. Grundsätzlich möglich wäre der Bau einer Sommerrodelbahn, die mit 640 Metern eine Rekordlänge in Norddeutschland haben könnte. Aber dafür müsste sich ein privater Bauherr und Betreiber finden.
Als wichtig wird auch ein gastronomisches Angebot gesehen, dazu soll die neue Gaststätte verpachtet werden. Außerdem soll die vorhandene Infrastruktur - Aussichtsplattform des Funkturms, Elisabethturm, Bungsberggipfel und Wegenetz samt Fitnesspfad - aufgewertet werden.
Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung, ist zuversichtlich, dass der Bau im Sommer nächsten Jahres beginnt und der "Bildungsspaß" ein Jahr später seinen Betrieb aufnimmt. Bis 2015 müssten alle Bauabschnitte verwirklicht sein.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen