Eutin : Neuer Drei-Länderkönig jubelte

Alle drei Schützengilden marschierten zuvor durch die Innenstadt zum Berg.
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Alle drei Schützengilden marschierten zuvor durch die Innenstadt zum Berg.

Der König des Drei-Länder-Schießens der „Eutiner Schützengilde von 1668“ heißt Holger Reinholdt, noch Bürgermeister der Gemeinde Süsel.

shz.de von
25. Juni 2018, 00:34 Uhr

Der König des Drei-Länder-Schießens der „Eutiner Schützengilde von 1668“ heißt Holger Reinholdt. Der 70-Jährige riss Samstagabend um 19.43 Uhr die Arme hoch, als er den entscheidenden Treffer markierte und den Rumpf des Holzvogels von der Stange holte. „Es ist etwas Außergewöhnliches, Drei-Länder-König zu werden“, strahlte Süsels Bürgermeister Reinholdt, seit 1997 Mitglied bei den Eutiner Schützen, nach seinem Erfolg.

Bei dem Vergleich auf dem Vogelberg im Rahmen der Sonnenwendfeier waren neben den Eutiner Gastgebern befreundete Schützen der „Königlich-Privilegierte Schützengesellschaft“ aus Sonthofen (Bayern) sowie die „Schützenkompanie Kastelbell“ (Südtirol) angetreten.

64 Schützen aller drei Vereine, darunter auch sieben Frauen, hatten sich dem traditionellen Schießwettbewerb gestellt. „An unserem Drei-Länder-Schießen dürfen ausnahmsweise auch Frauen in Tracht oder Uniform teilnehmen“, erklärte Pressesprecher Uwe Paap. Ausgelassene Stimmung herrschte nach dem Schießen bei der Königsproklamation im Schützenhaus. Heiko Godow, der Wortführende Vorsteher der Eutiner Schützen, hängte Holger Reinholdt die mächtige Kette des Drei-Länder-Königs um. Damit sicherte Reinholdt den Eutinern diesen Titel zum sechsten Mal und trat die Nachfolge seines Schützenbruders Norbert Riege an, der 2015 in Kastelbell zu Drei-Länder-Königsehren gekommen war. Dem Vergleichsschießen im Rahmen des 350. Geburtstags der Eutiner Schützengilde war ein gemeinsamer Festumzug aller Schützen in den Schlosshof vorausgegangen. Angeführt von Major Dieter Schönke und Adjutant Wolfram Reuter marschierten die Schützen nach dem Gottesdienst in der Schloßkapelle durch die Innenstadt. Nach einem kurzen Stopp auf dem Marktplatz unmittelbar vor dem Rathaus ging es dann zum Vogelberg. Dort angekommen, wurde Andreas Mitterer von den Kastelbeller Schützen, dem 1. Dreiländerkönig seit 1978, eine besondere Ehrung zuteil: Aus den Händen von Heiko Godow erhielt er sichtlich gerührt eine Dankesurkunde für zehnjährige Teilnahme am Dreiländerschießen und vorbildhafte Freundschaft. Gestern gingen die Feierlichkeiten mit einem Frühschoppen auf dem Vogelberg zu Ende.



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