zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 09:30 Uhr

Neuer Anlauf für den Osterberg

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde Bösdorf will den Bebauungsplan ändern und damit den Weg für die erfolgreiche Versteigerung des Schandflecks frei machen

von
erstellt am 18.Mai.2017 | 21:51 Uhr

Es ist in den vergangenen Jahren schon viel über den Schandfleck geschrieben worden, der gar nicht so recht in das beschauliche Niederkleveez passt: die ehemalige Augenklinik auf dem Osterberg. Es gibt jetzt nach einem Beschluss der Bösdorfer Gemeindevertretung allerdings berechtigten Grund zu Hoffnung.

Es hat bereits viele Versteigerungstermine gegeben – am 15. Mai wurde erst der letzte Termin aufgehoben. Die Banken halten schon lange nicht mehr still und wollen aufgelaufene Zinsen zurück haben. Und auch von der Gemeinde werden Rückstände erwartet. Es gibt für das idyllisch gelegene Grundstück mit einem wunderschönen Blick über den Dieksee natürlich auch Interessenten. Doch alle Bemühungen scheiterten bisher, weil es auf dem Grundstück keine Entwicklungsmöglichkeiten für Interessenten gab.

Das hat seinen Grund darin, dass sich auf dem Grundstück Osterberg über die Jahre ein ordentlicher Baumbestand entwickelt hat. Aus Bäumchen wurden Bäume, aus mehreren Bäumen sogar ein Wald. Und der von der Forstbehörde dort 2011 rechtlich herbeigeführte „Wald“ unterliegt bei dem seit 2012 rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 12 einem ganz besonderen Schutz.

„Wir haben damals rund 120  000 Mark für den B-Plan bezahlt“, rechnete Bürgermeister Joachim Schmidt (CDU) vor. Zwischenzeitlich habe die Gemeinde weitere Euro in die Hand genommen. Jetzt könne die Gemeinde dafür sorgen, dass der Osterberg aus seinem Dornröschenschlaf erwacht.

„Die Gemeinde Bösdorf ist Niederkleveez etwas schuldig“, sagte Dieter Westphal (CDU) mit dem Hinweis auf den Schandfleck. Er sprach sich für einen vorhabenbezogenen B-Plan aus, der von einem neuen Eigentümer gezahlt werden müsse. Auch Engelberg Unterhalt (SPD) sprach sich für eine Änderung des B-Planes aus: „Der Wald soll kein Hinderungsgrund mehr sein.“

Bürgermeister Joachim Schmidt formulierte vor der Gemeindevertretung das einstimmig beschlossene Ziel: „Eine behutsame bauliche Entwicklung mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan.“ Jetzt wartet alles auf den nächsten Versteigergungstermin.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen