Neue Zentrale für die Feuerwehr

Architekt Hargen Johannsen (v.  links) moderierte die Grundsteinlegung, die Manfred Stender, Peter Sönnichsen und Stephanie Ladwig vollzogen.
Architekt Hargen Johannsen (v. links) moderierte die Grundsteinlegung, die Manfred Stender, Peter Sönnichsen und Stephanie Ladwig vollzogen.

Nach langer Planung und politischer Diskussion wurde gestern der Grundstein für die neue Kreisfeuerwehrzentrale in Preetz gelegt

shz.de von
30. Juli 2015, 09:33 Uhr

Nach Jahren der Planung konnte gestern in Preetz die Grundsteinlegung der neuen Kreisfeuerwehrzentrale gefeiert werden. Der knapp 6,75 Millionen Euro teure Bau soll in einem Jahr fertig sein.

Mit dem „Mache das Haus den Bauherren zufrieden“ und drei Hammerschlägen, die böse Geister vertreiben sollen, besiegelte Plöns Landrätin Stephanie Ladwig die Grundsteinlegung der neuen Kreisfeuerwehrzentrale in Preetz. Es war die erste, die Ladwig im Kreis Plön vollzog.

„Die Grundsteinlegung ist das sichtbare Zeichen für einen Neuanfang. Jetzt geht es wirklich los“, sagte Ladwig. Denn bereits vor ihrem Amtsantritt, im Jahr 2009, habe es die ersten Überlegungen einer neuen Kreisfeuerwehrzentrale gegeben. Bis zur Entscheidung im Dezember 2012 habe es eine aufreibende und nicht immer harmonische Zeit gegeben, die für die große mehrheitliche politische Entscheidung aber wichtig gewesen sei.

Ladwig war sich sicher, dass mit der Planung wirtschaftliche Lösungen gefunden worden seien. Unter dem Motto „Abstriche von Wünschenswertem, damit das Machbare bleibt“ werde das Kreisfeuerwehrzentrum entstehen. Die zentrale Lage in Preetz gewährleiste gleiche Anfahrtszeiten in alle Gemeinden im Kreis.

„Möge es guten Nutzen bringen“, wünschte Kreispräsident Peter Sönnichsen dem Bau. Die Leistungen der freiwilligen Feuerwehrleute sei von unschätzbarem Wert, betonte Sönnichsen. Entsprechend sei es für den Kreis Plön eine Pflicht und Selbstverständlichkeit eine gute Ausstattung für die 100 Wehren zur Verfügung zu stellen. Da auch der Übungsplatz, der zurzeit in Wankendorf genutzt wird, auch in Preetz etabliert werde, sprach der Kreispräsident von einem Rundumpaket, das entstehe.

„Den Benutzern sei Glück und Freude beschieden“, gab der Kreiswehrführer Manfred Stender der künftigen Feuerwehrzentrale mit auf den Weg. Dort werden von den 3200 ehrenamtlich Aktiven alljährlich rund 1200 in Lehrgängen geschult. Die neue Zentrale böte durch die Zusammenführung des Übungsplatzes mit dem Flashover-Übungscontainer und einer Digitalfunk-Servicestelle, die in den kommenden zwei Jahren den Digitalfunk einrichten werde, eine Menge Herausforderungen. Vor allem aber würden die Arbeitsbedingungen neu geordnet, kündigte Stender an.

Eine Besonderheit werde die horizontale Kompakttrocknungs- und Reinigungsanlage für die 8500 Schläuche, die jährlich kreisweit bei Einsätzen genutzt werden. Damit falle ein Trocknungsturm wie jetzt in Plön weg. Lediglich einen Übungsturm werde es noch geben.

Auf dem rund 13  000 Quadratmeter großen, kreiseigenen Grundstück entsteht ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von 1  800 Quadratmetern und einer 400 Quadratmeter großen Halle für sieben Fahrzeuge.


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