Neue Verwendung für das alte Rentnerwohnheim

Früher waren hier einmal Senioren untergebracht. Demnächst tollen in dem ehemaligen Renterwohnheim Kinder und turnen Frauen.   Foto: micahel kuhr
Früher waren hier einmal Senioren untergebracht. Demnächst tollen in dem ehemaligen Renterwohnheim Kinder und turnen Frauen. Foto: micahel kuhr

Bösdorfer Gemeindevertretung stellte die Weichen für neuen sozialen Treffpunkt

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21. Mai 2011, 08:24 Uhr

Bösdorf | Die Modernisierung in Kleinmeinsdorf schreitet voran: Die alte Schule ist verkauft und die Feuerwehr längst in ihr neues Domizil eingezogen. Mit dem Verkauf der alten Schule hatten Krabbel- und Gymnastikgruppen keine Heimat mehr. Das Problem ist jetzt auch vom Tisch: Sie ziehen ins ehemalige Rentnerwohnheim ein.

Lange Zeit stand die Zukunft des alten Rentnerwohnheims zur Diskussion. Das Haus wird für ihre Zwecke auf den neuesten Stand gebracht. Das entschied die Mehrheit der Bösdorfer Gemeindevertretung am Donnerstagabend.

Das Thema ist schon seit einigen Monaten auf dem Tisch. Die Turn- und Kindergruppen fürchteten bei einem zunächst von der Gemeinde beabsichtigten Verkauf der alten Schule um ihre Räumlichkeiten. Sie hätten eine neue Bleibe suchen müssen. Doch wo?Aber auch Pastor Uli Gradert hatte Bedarf für zusätzliche Räumlichkeiten für eine Konfirmandengruppe angemeldet. In Frage kamen dafür nur Räume im ehemaligen Rentnerwohnheim. Für ihr Anliegen hatten die Frauen sogar 263 Unterschriften in der Gemeinde Bösdorf gesammelt und an Bürgermeister Joachim Schmidt übergeben.

CDU-Gemeindevertreter Dieter Westphal hatte sich Zuhause hingesetzt und fleißig sechs Alternativen zur Zukunft des ehemaligen Rentnerwohnheimes erarbeitet. Die Alternativen lagen den Vertretern eine Woche zur Einsicht vor. Im Gebäude sind zurzeit der Sitzungsraum mit Bürgermeister-Dienstzimmer, das Heimatmuseum und zwei Mietwohnungen untergebracht. Die Alternativen reichten vom gesamten oder teilweisen Verkauf bis hin zum Umbau zu zwei vermietbaren Wohnungen und zur Renovierung der Räumlichkeiten für

die Gruppenarbeit. Kostenpunkt: 5200 Euro.

Darauf einigte sich die Gemeindevertretung am Ende. Ein erst am Abend eingereichter Antrag der SPD-Fraktion fand nur die Zustimmung der beiden einzigen SPD-Vertreter Heike Unterhalt und Joachim Claß sowie überraschend von Katrin Wohler (CDU). Der Vorschlag: Es sollten doch der Sitzungsraum und das Bürgermeister-Dienstzimmer im Rentnerwohnheim für die Gruppen freigegeben werden. Die Sitzungen der Gemeindevertretung sollten, so die Antragsteller, im Feuerwehrhaus stattfinden. Dort könnte auch das Dienstzimmer des Bürgermeisters untergebracht werden. Und für die Zukunft des gesamten Gebäudes könnte man sich mehr Zeit nehmen.

Mehr Zeit hatte sich Klaus Tschirschwitz für die Erarbeitung des SPD-Antrages gewünscht. Er erinnerte daran, dass das Schulmuseum mit europäischen Geldern gefördert worden sei. Bei einem Verkauf des Rentnerwohnheims müssten die Zuschüsse zurückgezahlt werden. Mit der aktuellen Lösung werde den Eltern schnell geholfen.

Die Frauen, die reichlich als Gäste an der Sitzung der Bösdorfer Gemeindevertretung teilnahmen, waren zum Schluss sehr zufrieden. "Wir hätten sonst keine Möglichkeit in Kleinmeinsdorf mehr gehabt", sagte Stephanie Buhse als Sprecherin vor der Gemeindevertretung. Das ehemalige Rentnerwohnheim biete sich für sie sehr gut an. Aber auch ein Spielplatz sei sehr wichtig.

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