Neue Struktur bei den HSG-Damen

Genauso kraftvoll wie beim Spiel von Jessica Hoffmann soll es weiter bei den Frauen der HSG zugehen.
Genauso kraftvoll wie beim Spiel von Jessica Hoffmann soll es weiter bei den Frauen der HSG zugehen.

Die Handballspielgemeinschaft musste für die kommende Saison einige Veränderungen bei den Mannschaften vornehmen

shz.de von
18. Juli 2018, 10:39 Uhr

Die Frauen-Handball-Abteilung der Handballspielgemeinschaft Holsteinische Schweiz (HSG) musste für die kommende Saison umstrukturieren. Die frühere zweite Frauenmannschaft wird als erste Mannschaft in der Süd-/Ostsee-Liga antreten, das zweite und dritte Team in der Ostholstein-
Liga.

Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die erste Frauenmannschaft aus der Landesliga in die Süd-/Ostsee-
Liga abgestiegen ist und die zweite Frauenmannschaft aufgrund der Regularien nicht in die Landesliga aufsteigen durfte. Deshalb wären zwei Mannschaften in der früher auch als Regionsliga bezeichneten Klasse angetreten. Der Verband erlaubt allerdings nur in der Kreisliga mehrere Teams aus einem Verein. Eine Umstrukturierung der Frauen-Handball-Abteilung musste erfolgen. Aus einem Ostholstein-Liga, einem Süd-/Ostsee-Liga- und einem Landesliga-Team werden für die kommende Saison ein Süd-/Ostsee-Liga-Team und zwei Ostholstein-Liga-Teams.

Nach intensiven Gesprächen darf das Team der ehemaligen zweiten Frauen-Mannschaft weiterhin in der Süd-/Ostsee-Liga spielen – nun allerdings als erste Frauenmannschaft. Die Mannschaft von Trainer Fred Boller bleibt im Kern zusammen. Einzig Dagmar Klemp, Astrid Lütt und Manuela Härzer hören auf, wofür die ehemaligen A-Jugendlichen Anna Schmidt-Holländer und Madita Seifert fest ins Team rücken. Die beiden Nachwuchs-Talente sammelten schon in der vergangenen Saison Erfahrungen im Seniorenbereich – sogar in der Landesliga.

Das Team von Holger Edler, die frühere erste Frauenmannschaft, wird zur zweiten Mannschaft und tritt in der Kreisliga an. Edler startet mit zehn Spielerinnen seines alten Landesliga-Kaders, ergänzt durch vier ehemalige A-Jugendliche des Jahrgangs 1999.

„Die Meisterschaft und der direkte Aufstieg sind das Ziel“, sagt der Trainer. Das sei schon schwer genug, weil nur zwei von vier Kreismeistern in die Süd-/Ostsee-Liga aufsteigen können, betont Edler. Zudem soll der B-Lizenz-Trainer den Nachwuchs, also die B- und A-Jugendlichen, stärker als zuletzt miteinbeziehen und mit ausbilden. „Es ist jedoch nicht mein Anreiz, als B-Lizenz-Trainer eine Kreisligamannschaft zu trainieren“, teilte er dem Vorstand mit.

„Ich gucke mir aber die Vorbereitung an und warte ab, ob sich das Konzept umsetzen lässt“, sagt er. Die dritte Frauenmannschaft, das Team der neuen Trainer Jan Kunert, Christian Rusch und Rasmus Görtz, die vorher die weibliche A-Jugend der HSG trainierten, wird ebenfalls mit ehemaligen A-Jugend-Spielerinnen in die Saison starten.

Ziel ist der Aufstieg mit der ersten Frauenmannschaft in die Landesliga und der Aufstieg mit der zweiten Frauenmannschaft in die Süd-/Ost-Liga. „Wenn dieser Plan aufgeht, würden wir nach dieser Saison wieder den alten Status haben“, heißt es in einer Pressemitteilung der HSG. „Die Trainer und der Vorstand würden sich dann nach der kommenden Saison erneut zusammensetzen und neu planen“, erklärt Trainer Fred Boller.

Fest steht, dass sich die Handballerinnen um Trainer Fred Boller in der Süd-/Ostsee-Liga sehr wohl fühlen und dort auch gerne längerfristig spielen würden . Eine Vielzahl seiner Spielerinnen empfinde den Zeitaufwand in der Landesliga als zu hoch, so Boller. Sinnbildlich hierfür sei, dass Edlers Kreisliga-Team als einzige Mannschaft des Vereins zwei Mal in der Woche trainiert. Doch die Trainingseinheiten sollen teilweise zusammen absolviert werden.

„Ich hoffe, dass wir Trainer uns häufiger untereinander austauschen“, sagt Boller. Parallel wird versucht, die Mannschaften durch externe Spielerinnen zu verstärken. „Wie das perspektivisch oder langfristig wird, ist noch unklar. Trotz aller Umstände denke ich, dass der Verein aktuell sehr gut aufgestellt ist“, fasst Boller zusammen.

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