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Neue Stromtrasse: Pilotvorhaben zur Erdverkabelung nicht ausgeschlossen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neben dem Neubau eines Schienenweges von Lübeck nach Puttgarden wird in Ostholstein jetzt intensiv auch eine Trasse für die geplante Hochspannungsleitung von Göhl und Lübeck gesucht. Der Netzbetreiber Tennet erläutert das Verfahren bereits in einer Reihe
von Informationsveranstaltungen, wobei das Echo der Bürger in den betroffenen Gemeinden, wie erwartet,
alles andere als beglückt klingt.

Ihnen hat jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn neue Hoffnung gemacht, dass die geplante 380-kV-Trasse möglicherweise doch nicht als Oberlandleitung, sondern in Erdverkabelung durch Ostholstein geführt wird. Dies habe sie Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgeschlagen, und der habe die Option auf ein solches Pilotvorhaben in Aussicht gestellt. Hagedorn: „Der Minister schreibt, dass der Bundesbedarfsplan 2016 turnusmäßig novelliert werde. Zitat: ,In diesem Rahmen könnten weitere im Rahmen des NEP-Prozesses bestätigte Leitungsvorhaben einschließlich dann auch der Ostküstenleitung in den Bundesbedarfsplan aufgenommen werden. Im Jahr 2016 wird sich daher die Frage stellen, ob auch die Ostküstenleitung Kandidat für ein weiteres Pilotvorhaben sein kann’. Für diese Perspektive müssen wir in Ostholstein nun hartnäckig kämpfen“, so die SPD-Poltikerin.

Sie selbst sehe dafür auch angesichts der neuen Bahntrasse gute Voraussetzungen. Hagedorn: „Als SPD-Kreisverband haben wir bereits im März 2014 eine Konferenz zur schwierigen Suche nach einer verträglichen Höchstspannungstrasse ausgerichtet. Im Ergebnis waren wir uns einig, dass ein Seekabel in der Ostsee die beste Option darstellen würde - der zuständige Übertragungsnetzbetreiber Tennet sieht hier keine technischen Probleme. Ohne die gesetzliche Grundlage als Modellprojekt darf die Tennet diese Option aber nicht planen. Deswegen ist die Antwort unseres Wirtschaftsministers an mich ein Anlass, mich hoffnungsvoll weiter in dieser Angelegenheit zu engagieren. Ich setze dabei auf den kraftvollen Schulterschluss aller betroffenen Kommunen.“

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erstellt am 27.Mär.2015 | 11:00 Uhr

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