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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 20:28 Uhr

Neue Stiftung startet fulminant

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Karl-Heinz Schulenburg stattet die von ihm gegründete Stiftung für Naturschutz mit 50 Hektar Land rund um den Griebeler See aus

Karl-Heinz Schulenburg hofft auf einen „goldenen Oktober“. Je länger das Wetter trocken bleibt, desto eher erfüllt sich ein Traum des 88-Jährigen: Zwischen seinem Wohnort Griebel und der Kleinstsiedlung Holzkaten soll auf einer 23 Hektar großen, bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche eine ökologisch reiche Naturlandschaft entstehen.

Die Erdarbeiten dazu sind bereits angelaufen. Bagger unhd Traktorengespanne bewegen seit Tagen Riesenmengen von tiefschwarzem Boden, um die Voraussetzungen für die Anlage von Teichen, einem offenen Fließgewässer sowie von Knickwällen und Streuobstwiesen auf dem hügeligen, einst als Niedermoor geprägten Gelände zu schaffen.

Die Planungen für die Renaturierung und extensive Beweidung hat Schulenburgs Vertrauter, der in Redingsdorf lebende Architekt Joachim Schrader, entwickelt und mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Deren Leiter Joachim Siebrecht zeigte sich bei einem Ortstermin begeistert: „Hier wird Vorbildliches getan.“

Dieses Projekt ist das erste, das die von Karl-Heinz Schulenburg frisch gegründete Stiftung in Angriff nimmt. Ihr hat der Geschäftsmann insgesamt 50 Hektar an Ländereien übertragen, die er seit Jahrzehnten rund um den Griebeler See erworben und teilweise schon dem Naturschutz zur Verfügung gestellt hat. Sein Motiv: „Ich habe immer vorgehabt, ein Stück Natur der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Das stelle ich jetzt über die Stiftung sicher.“

Sie ist mit einem Stiftungsvermögen von rund 1,1 Millionen Euro ausgestattet und wird treuhänderisch von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein verwaltet. Deren geschäftsführendes Vorstandsmitglied Walter Hemmerling nannte Schulenburgs Einsatz landesweit nahezu einzigartig. Die Treuhandstiftung wird sich Projekten widmen, die eine ökologische, heimatkundliche oder, wie die dazugehörige Fasaneninsel, kulturhistorische Bedeutung haben.

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erstellt am 02.Okt.2014 | 11:37 Uhr

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