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Bei Bad Schwartau : Neue Staugefahr: Die A1 wird zur Großbaustelle

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Autobahn im Süden Ostholsteins wird erneuert. Der 6,5 Kilometer lange Abschnitt kostet 68 Millionen Euro.

Die Autobahn 1 ist in die Jahre gekommen. Und das betrifft nicht nur den Asphalt. Allein der Lärmschutz auf dem Abschnitt zwischen dem Rastplatz Sereetz und den Abfahrten Bad Schwartau sind mehr als 20 Jahre alt. Zeit für eine „grundhafte Erneuerung“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Die gesamten Kosten trägt der Bund – ein besonderes Finanzprogramm macht’s möglich. Und die Frischzellenkur kostet nicht gerade wenig: 68 Millionen Euro sind für die Bauarbeiten auf dem 6,5 Kilometer langen Abschnitt veranschlagt.

Neue Staufalle in Schleswig-Holstein: Bis 2019 wird an der A1 und einigen Brücken gearbeitet. Besonders zu den Hauptreisezeiten im Sommer drohen Autofahrern lange Wartezeiten.

Die ersten Arbeiten starten bereits in wenigen Wochen: Noch in diesem Monat oder im Januar werde das Baufeld beräumt, sagt Britta Lüth von der federführenden Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr und spricht über die Rodungsarbeiten, die im Vorweg der geplanten Bauarbeiten an der Autobahn 1 anstehen. Die meisten der Bäume am Rande der A1 werden den Bauarbeiten weichen müssen, schätzt Lüth. Der Verkehr werde indes wenig behindert; die Rodungsarbeiten sollen vom Standstreifen aus erfolgen.

Bereits neu asphaltiert ist die Ab- und Auffahrt Bad Schwartau in Richtung Norden. Bevor die Fahrbahnen an die Reihe kommen, soll 2016 zunächst der Lärmschutz erneuert werden. Drei bis sechs Meter hohe Wände sollen im südlichen Bereich der A1 aufgestellt werden, so Lüth. Teilweise werden die bestehenden Lärmschutzwände auch verlängert.

Der Autobahn zu Leibe gerückt wird schließlich ab 2017. Zunächst wird die Fahrbahn in Richtung Norden bis zur Abfahrt zur A  226 gesperrt – inklusive der gerade erst erneuerten Auf- und Abfahrt. Beide Fahrtrichtungen teilen sich dann die Fahrspuren Richtung Hamburg. Im gleichen Jahr wollen die Planer außerdem die Zufahrt der A226 auf die A1 für die Bauarbeiten sperren. Geht alles nach Plan, ist dieser Abschnitt 2018 fertig.

Und dann ist die Gegenrichtung dran. Knifflig wird hierbei, dass die A1 bereits ab dem Parkplatz Sereetzer Feld bis hinter Bad Schwartau gesperrt wird. Dadurch fallen zwei Anschlussstellen (Sereetz und Bad Schwartau) in Richtung Süden weg – und parallel wird die A226 Richtung Travemünde ebenfalls grunderneuert. Staus auch auf den Ausweichstrecken werden sicherlich – insbesondere zu den Hauptreisezeiten – nicht selten sein. Denn zusätzlich soll ebenfalls 2018 die Abfahrt zur A 226 zur Erneuerung gesperrt werden. Damit nicht genug: 2019 folgt nochmals in Richtung Norden ein Abschnitt bei der Abfahrt Sereetz.

Der gesamte Abschnitt hat weiterhin die Besonderheit, dass die Autobahn hier über 13 Brücken führt. Diese Bauwerke hat der Landesbetrieb im Vorweg ebenfalls untersucht. Das Ergebnis: Die Brücken am Tremser Teich und an der Elisabethstraße sowie die Fußgängerunterführung am Sereetzer Feld müssen neugebaut werden. Während letztere 2018/19 erneuert werden soll, stehen die anderen beiden 2017 auf dem Plan, so Lüth. So oder so: Es wird mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen sein – zumal auch in Lübeck größere Bauarbeiten anstehen.

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erstellt am 07.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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