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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 06:25 Uhr

Neue Schwerpunkte für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dem Förderkreis Integration geht es um Hilfe zur Selbsthilfe, einem Treffpunkt, die politische Arbeit und mehr Präsenz in der Stadt Plön

Flüchtlinge in Plön haben es gut. Mit dem Förderkreis Integration e.V. steht ihnen nicht nur ein verlässlicher und engagierter Partner für die ersten Schritte im neuen Land zur Seite. Mit Michael Paul hält Plön auch einen Ehrenamtskoordinator bereit, der ebenso hilfreich und engagiert unterstützt.

Über 20 Geflüchtete, Gäste und Mitglieder des Förderkreises Integration diskutierten kürzlich unter der Leitung von Michael Paul über künftige Aktivitäten und eine Neuausrichtung des Vereins. „Unsere Arbeit hat sich in den vergangenen Monaten sehr verändert“, sagte der Vorsitzende des Förderkreises, Klaus Plambeck. Sei anfangs Soforthilfe in Notsituationen vorrangig gewesen, so stehen die Freiwilligen nun vor der Aufgabe, Geflüchtete bei der Integration intensiv zu unterstützen. „Bisher waren schnelle und spontane Aktivitäten gefragt“, sagte Telse Arndt, die zweite Vorsitzende. Die Integration sei nun eher eine langfristig angelegte Herausforderung.

Die Teilnehmenden formulierten vier Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit: Im Bereich „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, selbstständig das Leben in Deutschland zu meistern. Ziel soll es sein, schon länger in Plön lebende Geflüchtete als Mentoren für Landsleute, denen das Zurechtfinden noch schwer fällt, zu werben und vorzubereiten. Da die Rahmenbedingungen sehr komplex sind und sich ständig verändern, werden die Vereinsmitglieder weiter beratend zur Seite stehen und auch Verbindungen zu Experten herstellen.

Eine weitere Gruppe möchte in Plön einen Treffpunkt für Deutsche und Geflüchtete organisieren. „Die meisten Geflüchteten beklagen, dass sie keinen Anschluss an die deutsche Gesellschaft finden“, weiß Michael Paul. Das werfe Probleme beim Erlernen der deutschen Sprache auf, da das in Kursen Gelernte zu wenig Anwendung findet. Gerade junge Menschen benötigten Kontakt zu Gleichaltrigen, die sie dann auch mitnehmen.

Dritter Schwerpunkt wird die politische Arbeit sein. „In Plön mangelt es häufig noch an einer intensiven Vernetzung der verschiedenen Akteure in der Flüchtlingsarbeit“, sagte Plambeck. Die Initiative rege einen runden Tisch zum Austausch an. So solle das Thema „Integration“ in den politischen Diskurs in der Stadt eingebracht werden.

Eine vierte Projektgruppe kümmert sich um die Erhöhung der Präsenz bei Veranstaltungen und Festen in der Stadt und die damit verbundenen Gewinnung neuer Freiwilliger. Es seien regelmäßige Veranstaltungen zu Themen der Integration und zur Kultur der Geflüchteten geplant. „Wir freuen uns immer über weitere Mitstreiter aus allen Altersgruppen und Bereichen der Stadt Plön und ihrer Umgebung – egal ob sie nur ein paar Stunden pro Monat oder regelmäßiger mitwirken möchten“, freute sich Telse Arndt.

Der Förderkreis ist auf der Suche nach einem Raum, in dem zwei Mal wöchentlich für jeweils zwei Stunden eine Sprechstunde für Ehrenamtliche stattfinden kann. Kontakt gibt es über Ehrenamtskoordinator Michael Paul
(E-Mail: eak@fiploen.de, Tel. 0151/56427603). Treffen finden an jedem 2. Montag im Monat ab 19 Uhr im Restaurant „Alte Schwimmhalle“ im Schlossgebiet statt. www.fiploen.de

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erstellt am 25.Apr.2017 | 12:53 Uhr

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