Bosau : Neue Reflektoren wirken Wunder

Die Wildwarnreflektoren haben auf den Strecken in der Gemeinde Bosau die Wildunfälle um 85 Prozent reduziert.
Die Wildwarnreflektoren haben auf den Strecken in der Gemeinde Bosau die Wildunfälle um 85 Prozent reduziert.

4000 Wildwarnreflektoren sorgen auch in der Gemeinde Bosau für einen Rückgang der Wildunfälle um beachtliche 85 Prozent

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18. Juni 2014, 11:13 Uhr

Sie stecken unscheinbar an den Leitpfosten an den Straßen – die blauen Wildwarnreflektoren. Doch ihre Wirkung
ist offenbar riesig: Volker
Naue, Leiter des Hegeringes Bosauer Winkel und Vorsitzender des Hegevereins, schätzt, dass die Wildunfälle in der Gemeinde Bosau seit dem Einsatz der Reflektoren um 85 Prozent zurückgegangen sind.

4000 dieser Wildwarnreflektoren zum Stückpreis von 5 Euro haben die Jäger an den Leitpfosten in der Gemeinde Bosau angebracht. Und so funktionieren die Reflektoren: Die blaue Farbbeschichtung gilt als die natürliche Warnfarbe des Wildes, da sie in der Natur nicht vorkommt. Die spezielle Halbkreisform des Reflektors simuliert zudem beim Auftreffen des Lichtes auf dem dunklen Acker eine Bewegung. Das Wild reagiert darauf mit Flucht.

So auch in der Gemeinde Bosau: So gingen die Wildunfälle zwischen Hutzfeld und Majenfelde seit einem halben Jahr von bisher elf auf drei Stück Verkehrsunfallwild zurück. Zwischen Wöbs und der Kreisgrenze Segeberg im Bereich Thranbruch wurden nach den Zahlen von Volker Naue seit 1. Dezember nur noch drei Stück Fallwild registriert – im Vergleichszeitraum zuvor waren es noch neun Rehe. Und zwischen Hassendorfer Kreuz und Pfingstberg werden seit einem halben Jahr sogar keine Wildunfälle mehr registriert. Im Vorjahreszeitraum waren es noch sieben Tiere.

Der Schwerpunkt des Wildwechsels liegt in der zurückliegenden Brut- und Setzzeit der Natur, die am 15. Juni zu Ende gegangen ist, sagte Volker Naue. Und wenn jetzt das hohe Gras auf den Banketten an den Straßenrändern auch noch gemäht wird, können die Wildwarnreflektoren auch wieder richtig arbeiten und die Autofahrer dennoch wechselndes Wild auch wieder früher
sehen.

Aber auch die ab Herbst wieder bevorstehende dunkle Jahreszeit sorgt für viel Fallwild auf den Straßen, die nach den Erwartungen von Volker Naue durch die Warnreflektoren jetzt deutlich reduziert werden wird. Die 4000 Reflektoren der Jäger in der Gemeinde Bosau wurden durch großzügige Spenden aus der Bevölkerung und der Jägerschaft finanziert.




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