Sana-Klinik Eutin : Neue Räume für die kleinsten Patienten

Gelegenheit zum Gucken, Klönen und Anfassen bot Sonnabend ein Tag der offenen Tür.
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Gelegenheit zum Gucken, Klönen und Anfassen bot Sonnabend ein Tag der offenen Tür.

Das Mutter-Kind-Zentrum der Sana-Klinik ist nach einem Wasserschaden rundum saniert und verbessert worden. Neu sind zwei Räume, in denen Mütter bei ihren Säuglingen sein können, auch wenn diese eine Intensivversorgung brauchen.

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08. März 2014, 18:06 Uhr

Ein Wasserschaden ist immer ein Ärgernis, kann aber auch als Chance auf eine Verbesserung dienen: Im Mutter-Kind-Zentrum der Sana-Klinik hatte ein Wasserschaden eine umfangreiche Sanierung ausgelöst, bei der zugleich neue Möglichkeiten bei der Intensiv-Versorgung von Neugeborenen geschaffen wurden. Am Sonnabend hatten Interessierte die Möglichkeit, sich die „neue“ Station anzuschauen, bevor dort der reguläre Betrieb wieder aufgenommen wird.

Seit Oktober war die Neonatologie, so der Fachausdruck für die Intensivversorgung Neugeborener, wegen eines Wasserschadens saniert worden. „Erst wurde daran gedacht, den Schaden im Estrich im laufenden Betrieb zu reparieren“, schilderte die Sprecherin der Klinik., Dr. Barbara Kempe. Doch allein schon die Bohrungen, mit denen der Schadensumfang im Boden ermittelt werden sollte, hätte bei den kleinen Patienten Wirkung gezeigt: „Da sank sofort der Sauerstoffgehalt im Blut, so empfindlich reagierten die Kleinen auf Lärm.“

Die Station wurde deshalb in eine mobile Intensiveinheit der Bundeswehr „ausgelagert“. Das sei technisch und hygienisch kein Problem gewesen, aber angesichts der räumlichen Enge sehr belastend, sagte Oberarzt Dr. Harald Schlicht dem OHA. Um so größer sei jetzt die Freude auf die Rückkehr ins Erdgeschoss der Klinik.

Bei der Sanierung wurden nicht nur Schäden im Boden beseitigt, sondern alle Räume saniert und teilweise einer neuen Bestimmung zugeführt: Neu sind zwei sogenannte Rooming-In-Zimmer. So können Mütter ein Zimmer mit Neugeborenen teilen, ohwohl diese intensiv versorgt werden müssen.

Neu ist aber auch die Zusammenlegung von zwei Zimmern zu einem Raum, in dem jetzt bis zu vier kleine Patienten betreut werden können: Das sei für Schwestern wie Ärzte eine wesentliche Erleichterung, sagte Dr. Schlicht.

Die Intensiv-Station für Neugeborene hat sechs Beatmungsplätze.In den meisten Fällen handelt es sich bei den Patienten um Frühgeborene. Es würden etwa 150 Säuglinge pro Jahr in der Station behandelt, sagte Dr. Schlicht weiter. Die Aufenthaltszeiten seien sehr unterschiedlich: „Ein Kind, das sechs Wochen zu früh geboren wird, bleibt im Schnitt drei bis vier Wochen hier.“ Die durchschnittliche Verweildauer betrage aber elf Tage.

Die 150 Kinder sind wie der Oberarzt betonte, aber nur etwa die Hälfte der Patienten, die das Mutter-Kind-Zentrum betreut: Bei einer etwa gleich großen Zahl von Säuglingen erfolge eine Betreuung auf der regulären Wochenstation. Damit werden etwa ein Drittel aller Kinder, die in der Eutiner Sana-Klinik zur Welt kommen, stationär oder „ambulant“ von Ärzten der Neonatologie behandelt.

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