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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 14:33 Uhr

Eutin : Neue Räume für die „Eichhörnchen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Anny-Trapp-Kita hat ihren Anbau für eine zweite Krippengruppe eingeweiht. Den Großteil der 483 000-Euro-Investition trug die Stadt.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2015 | 12:00 Uhr

Die „Wiesel“ sind schon seit 2012 da, jetzt ist auch Platz für die „Eichhörnchen“: Die Eutiner Anny-Trapp-Kita der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Lübecker Landstraße hat gestern ihren neuen Anbau eingeweiht, mit dem Platz für eine zweite Krippengruppe mit nochmals zehn Kindern im Alter bis zu drei Jahren geschaffen wurde. „Glücklich und auch ein klein wenig stolz auf das Erreichte“ begrüßte Kita-Leiterin Christina Müller-Dreckmann die Gäste, darunter die Eutiner Awo-Vorsitzende Gisela Poersch, die selbst lange Zeit als Erzieherin in der 1973 gegründeten Kita gearbeitet hat. Mehrere Krippen- und Kita-Kinder zeigten mit einer Aufführung, dass sie sich in den neuen Räumen, die sie bereits im August bezogen haben, wohl fühlen.

Zwar habe man dem Kindergarten durch fortwährende Modernisierungen nicht mehr angesehen, dass seit seiner Eröffnung 42 Jahre vergangen seien, erklärte Christina Müller-Dreckmann. Dennoch habe das Erreichte nicht mehr gereicht. „Ein Betreuungsangebot, möglichst in Wohnsitznähe, ist mittlerweile eine zwingende Voraussetzung, um die allseits geforderte Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.“ Dazu gehöre die Erhöhung der Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen.

Für die Kleinsten bietet die Kita jetzt einen zusätzlichen Gruppenraum, einen Ruheraum und einen Sanitärbereich. Außerdem steht für beide Krippengruppen ein Bewegungsraum bereit, über den die Erzieher „richtig glücklich“ sind. „Der hat in der Vergangenheit wirklich gefehlt“, sagte Christina Müller-Dreckmann. Hier könnten die Krippenkinder für sich sein, bislang hätten sie mit den größeren Kindern einen Raum geteilt.

Mit 412  000 Euro habe die Stadt das 483  000 Euro teure Projekt gefördert, erklärte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. Weitere 71  000 Euro kamen nach Awo-Angaben aus dem Landesinvestitionsprogramm für die U3-Betreuung. Schulz lobte die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit der Awo sowie die Eutiner Architekten Christian Bielke und Rainer Struve. Sie hätten das Beste aus der baulichen Situation gemacht. Denn schon 2010, als das Dach erneuert worden sei, habe man eigentlich keine Möglichkeiten zur Erweiterung mehr gesehen.

Den positiven Worten schloss sich Jörg Schöpel, Leiter Kindertagesbetreuung beim Awo-Landesverband, an. „Der Anbau ist wirklich gut gelungen, da gibt es nichts zu meckern.“ Die beiden Architekten gaben die Komplimente umgehend an die Kita zurück und überreichten ein Modell mit Turnmatten, die sie der Einrichtung schenken wollen.

Schöpel hob den gesellschaftlichen Auftrag hervor, den die Kita erfülle: „Sie alle arbeiten täglich daran, dass Toleranz und Gerechtigkeit in der Gesellschaft gelingen können“, sagte er mit Blick auf die 16 Erzieher, die in der Lübecker Landstraße und in der Außenstelle in der Beuthiner Straße insgesamt 106 Kinder betreuen. Den zunehmenden Flexibilitätsanforderungen habe sich das Kita-Team gestellt. Das gilt auch für die neue Krippengruppe: Sie bietet eine Betreuung von 7 bis 16 Uhr – zwei Stunden länger als in der älteren Gruppe.

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