Neue Pläne in Hamburger Straße

So präsentiert soll das „Wohn- und Bürohaus Bieberhöhe“ in der Hamburger Straße 13 aussehen.
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So präsentiert soll das „Wohn- und Bürohaus Bieberhöhe“ in der Hamburger Straße 13 aussehen.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei soll Raum für Wohnungen und Büros entstehen / Ausschuss unterschiedlicher Meinung

shz.de von
05. Juli 2018, 11:35 Uhr

Es gibt neue Pläne für die Bebauung des seit Jahren brachliegenden Grundstücks einer ehemaligen Gärtnerei in der Hamburger Straße 13 in Plön. Dafür muss der Bebauungsplan Nr. 5a (Kreisverwaltung) geändert werden. Im Auftrag des Bauherrn Christoph Kroschke stellten Projektentwickler Lars Debbert (Seed Projektentwicklung) und Architekt Johannes Buchholz (A.One Studio) aus Hamburg im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung Entwürfe vor.

Geplant ist ein „Wohn- und Bürohaus Bieberhöhe“ in zweiteiliger terrassierter Rotklinker-Backstein-Bebauung mit Erweiterungsfläche für die Kreisverwaltung an der Hamburger Straße sowie Innenhof, Wohnen und Parken dahinter. Der 40 Meter lange Verwaltungstrakt ist dreieinhalb-geschossig konzipiert. Vorgesehen sind in die Naturlandschaft integrierte Gebäude, die die Topografie aufnehmen. Die Erschließung erfolgt über die Tiefgarage der Kreisverwaltung. Laut Buchholz wird dort eine Zufahrt zum hinteren Gelände des Nachbargrundstücks geschaffen, wo neben der Parkpalette des Kreises eine neue zweistöckige Tiefgarage entsteht. Darauf kommt der Wohntrakt mit dreieinhalb Geschossen. Ein Aufzug verbindet Garage und Wohntrakt barrierefrei. 15 bis 18 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen könnten entstehen.

„Es ist eine echte Bereicherung für die Stadt, wenn die Baulücke endlich geschlossen wird“, begrüßte Bernd Möller (SPD) das Vorhaben, nannte jedoch zugleich die Höhenverhältnisse schwierig. Zudem müsse verhindert werden, dass der Bau zu klotzig wirke. „Der Sitzungssaal oben ist überhaupt nicht gesetzt, ich finde das Gebäude einfach zu groß“, bemängelte Ingo Buth (SPD) den zu großen und zu hohen „Verwaltungsklotz“. Negativ beschied Debbert die Frage von Kim-Sarah Eggert (Die Linke) nach sozialem Wohnungsbau. „Wir brauchen in Plön bezahlbaren und sozialen Wohnungsbau“, bekräftigte auch Manfred Rose (SPD). „Dachlandschaften sind neu für Plön und etwas ganz spezielles“, gab Achim Kuhnt zu bedenken. Der Umweltschutzbeauftragte äußerte den Wunsch eine grünen Gestaltung des Innenhofs und den Erhalt des Baumbestandes.

„Wer verbietet Plön, einmal etwas Besonderes zu machen, um Altbacksches zu verlieren, ohne das Gesicht zu verlieren? Wir können ein bisschen Mut in Plön gut vertragen“, machte sich Bürgermeister Lars Winter stark für die Entwürfe. Der Ausschuss begrüße die bauliche Entwicklung und werde das Vorhaben konstruktiv begleiten, hieß es einstimmig. Die Planer wurden gebeten, Massen und Höhen in realistischem Bezug zum Bestand zu zeigen. Auf Vorschlag von Stadtplanerin Jutta Kricheldorff werde man so schnell wie möglich ein kleines Modell anfertigen.

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