Neue Pläne für die alte Bahntrasse

Die gestrichelte Linie zeigt den Verlauf der ehemaligen Bahntrasse.
Die gestrichelte Linie zeigt den Verlauf der ehemaligen Bahntrasse.

Rad- und Wanderweg zwischen Eutin und Neustadt

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24. Juli 2013, 03:59 Uhr

Eutin | Die 1984 eingestellte Bahnverbindung zwischen Eutin und Neustadt soll neu belebt werden. Allerdings nicht für den Zugverkehr, sondern als naturschöner Weg für Radfahrer und Wanderer. Dieser Vorschlag steht am 1. August in der ersten Sitzung des neuen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt in Eutin zur Debatte.

Schon vor 30 Jahren hatte der damalige Süseler Bürgermeister Wilhelm Boller dafür geworben, die ausgediente Bahntrasse nicht zu zerstückeln, sondern sie als ruhige Wegstrecke abseits der verkehrsreichen B 76 zu erhalten. Die Städte Eutin und Neustadt sowie die Gemeinden Süsel und Sierksdorf erwarben damals die entsprechenden Flächen von der Bahn. Die auch von der Stiftung Naturschutz befürworteten Pläne, darauf einen Rad- und Wanderweg anzulegen, wurden dann jedoch nicht verwirklicht.

Fahrradfans aus Neustadt, Bujendorf und Eutin wollen die Strecke jetzt aus dem Dornröschenschlaf wecken. Die Trasse biete die Chance für eine direkte Radweg-Verbindung zwischen Eutin und Neustadt, die aufgrund ihrer landschaftlichen Umgebung zudem auch für Touristen attraktiv sei. Oder ganz fein mit aktuellen Politik-Schlagwörtern formuliert: "Ein umweltfreundliches, klimaschonendes und gesundheitsförderndes Mobilitätsnetz zwischen Küste und Hinterland würde ein besonderes regionales Angebot darstellen."

Unabhängig von diesem Wortgeklingel hat die Idee bei den Bürgermeistern der vier angrenzenden Kommunen bereits großen Anklang gefunden. Sie haben eine Machbarkeitsstudie angeregt, in der geklärt werden soll, mit welchen Konflikten, zum Beispiel im Bereich Naturschutz, und welchen Kosten bei einer Revitalisierung der alten Wegstrecke zu rechnen ist. Da gleich drei Aktivregionen berührt werden, sind Hoffnungen auf entsprechende Förderchancen groß.

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