Neue Leitung des Krebshilfevereins

Einen Präsentkorb überreichte Dr. Uta Fenske ihrem Vorgänger Dr. Rudolf Austermann.
Einen Präsentkorb überreichte Dr. Uta Fenske ihrem Vorgänger Dr. Rudolf Austermann.

Dr. Rudolf Austermann gibt Vorsitz nach 20 Jahren ab und wird Ehrenvorsitzender / Stellvertreterin Dr. Uta Fenske übernimmt die Aufgabe

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15. März 2018, 17:45 Uhr

Er sei „das Herz und die Seele des Vereins“, hatte Kreispräsident Ulrich Rüder festgestellt, bevor er im Juli vergangenen Jahres den Vorsitzenden des Krebshilfevereines Ostholstein, Dr. Rudolf Austermann, mit der Ehrennadel des Kreises für vorbildliches ehrenamtliches Engagement auszeichnete. Seit Mittwochabend ist Austermann der Ehrenvorsitzende des Vereines zur Hilfe Krebskranker Ostholstein, so der offizielle Name im Vereinsregister.

Der ehemalige Chefarzt am Eutiner Kreiskrankenhaus, der vor wenigen Tagen 79 wurde, hat 20 Jahre lang die Geschicke des in Eutin ansässigen, aber kreisweit wirkenden Vereines maßgeblich bestimmt, der dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Den Vorsitz hat die bisherige stellvertretende Vorsitzende, Dr. Uta Fenske, übernommen, ihr zur Seite steht Dr. Gerdt Hübner.

Der Wechsel an der Spitze erfolgte Mittwochabend während einer Jahresversammlung in der Onkologischen Tagesklinik, an der knapp 30 Mitglieder teilnahmen und die trotz umfangreicher Vorstandswahlen nur 45 Minuten dauerte. Zum Abschied von seinem Amt sagte Austermann allen Dank, die ihn über die Jahre hinweg unterstützt hätten. Es habe immer genug Freiwillige gegeben, die an der Arbeit des Vereines mitgewirkt hätten.

Austermann erinnerte sich, dass er 1998 von dem Vereinsgründer und seinem Vorgänger als Chefarzt, Dr. Juris Graudins, zum Eintritt in den Verein bewegt worden sei. „Ein Jahr später war ich schon Vorsitzender“, erinnerte sich Austermann, womit der das Amt 20 Jahre lang bekleidet habe.

Rudolf Austermann hatte in seinem letzten Jahresbericht als Vorsitzender festgestellt, dass die Zahl der Mitglieder bei rund 270 konstant geblieben sei. In elf von zwölf Monaten des vergangenen Jahres seien zweimal wöchentlich Sprechstunden in der Onkologischen Tagesklinik angeboten worden, woraus sich diverse Formen von Unterstützung für Patienten wie Hilfe beim Ausfüllen des Antrags auf Schwerbehinderung ergeben hätten. Es gebe unverändert 15 Sportgruppen für Krebspatienten an sieben Standorten des Kreises, und neu sei eine Selbsthilfegruppe, die sich einmal monatlich in Eutin-Fissau treffe.

Austermann nannte eine lange Reihe von Spenden, die neben den Mitgliedsbeiträgen die Arbeit des Vereines sicherten, der Bogen reichte von treuen Spendern wie der Gärtnerei Janzen in Kasseedorf bis zu Beträgen in fünfstelliger Höhe von Serviceclubs.

Etwa 20 000 Euro erhalte der Verein in Form von Mitgliedsbeiträgen, etwa 30 000 Euro durch Spenden, ergänzte Schatzmeisterin Andrea Offen. Dabei koste allein der Betrieb der Sportgruppen mehr, als durch Mitgliedsbeiträge eingenommen werde.

Zu den Beiträgen fasste die Versammlung einen einstimmigen Beschluss: Auf Empfehlung des Vorstandes wurde kein Mindestbeitrag festgelegt. Jeder solle zahlen, was ihm angemessen erscheine, sagte Austermann, damit sei der Verein gut gefahren. Zugleich werde niemand abgeschreckt, sich für den Verein zu engagieren, ergänzte Gerdt Hübner. Wie der Beschluss um Mindestbeitrag erfolgten auch alle Wahlen mit einstimmigen Ergebnissen.

Die neue Vorsitzende Uta Fenske ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leiterin der Onkologischen Tagesklinik. Der neue stellvertretende Vorsitzende Gerdt Hübner, der bislang im Beirat des Vereines saß, ist Facharzt für Innere Medizin und leitet eine Onkologische Praxis. Neue Schriftführerin wurde Dr. Nicola Pfeil, sie trat die Nachfolge von Monika Runge an. Als Schatzmeisterin wurde Andrea Offen bestätigt.

Neue Beisitzer wurden Sibylle Latza und Meike Adler, sie besetzte die Positionen von Gerdt Hübner und der freiwillig ausgeschiedenen Petra Newe. Weiter gehören dem Beirat Carola Komp, Anne Jekabsons, Brigitte Lübker, Johannes Schmidt und Mechtild Immig an.

Das traditionelle Sommerfest des Vereines war vergangenes Jahr wegen Bauarbeiten in der Onkologischen Tagesklinik ausgefallen. Dieses Jahr soll das Fest am 20. Juni mit einer Feier zum 30-jährigen Bestehen verknüpft werden.

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