Neue Lehrer mit Bezug zum Kreis

Auf einer Landkarte des Kreises Plön suchten die Lehramtsanwärter ihr zukünftiges Betätigungsfeld.
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Auf einer Landkarte des Kreises Plön suchten die Lehramtsanwärter ihr zukünftiges Betätigungsfeld.

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12. Februar 2018, 16:45 Uhr

Alle haben einen Bezug zum Kreis Plön und freuen sich, hier ein Referendariat ergattert zu haben: Sechs Lehramtsanwärter, fünf davon haben in Flensburg studiert, vereidigte gestern im Kreishaus zu Beamten auf Widerruf Schulrat Stefan Beeg in Anwesenheit von Landrätin Stephanie Ladwig und Heike Merckens vom Lehrerbezirkspersonalrat.

Sarah Lüdtke (30) stammt aus Lütjenburg und hat in Hamburg studiert. Die zweifache Mutter unterrichtet Deutsch und Religion an der Grund- und Gemeinschaftsschule Schönkirchen. An der selben Schule sind Pascal Voß aus Kiel (31, Sport und Wirtschaft/Politik) sowie Antonia Mattheis aus Preetz (26, Deutsch und Religion). Nora Sophie Schroedter aus Schwentinental (26) lehrt Deutsch und Religion an der Grund- und Gemeinschaftsschule Schwentinental, Birte Bockelmann (26) kommt aus Hamburg, ist Referendarin an der Grundschule am Schwentinepark Schwentinental und studierte Englisch und Heimat- Welt- und Sachunterricht (HWS).

Lena Stabenow aus Lepahn (24) unterrichtet Mathe und Deutsch an der Grundschule Lütjenburg. Enkeleda Kelmendi (47) hat in Albanien ihre Ausbildung in Geschichte und Geographie absolviert, lebt seit 20 Jahren in Deutschland und durchläuft einen Anpassungslehrgang an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule Preetz, wo sie Weltkunde, Geschichte und Geographie unterrichtet. Laut Beeg seien Zwischenschritte notwendig, wenn die Ausbildung im Ausland erfolgte. Daher gebe es noch keine Verbeamtung. Nicht anwesend war Svea Hoffmann (Gemeinschaftsschule Lütjenburg), die sich in Mutterschutz/Elternzeit befindet.

Jetzt beginne in der Praxis eine Zeit, wo die Anwärter selbstständig und selbstkritisch arbeiteten, so Ladwig. So vielfältig wie ihre Tätigkeit sei auch der Kreis Plön. „Es ist hier einmalig schön“, warb die Landrätin. Nicht alle konnten mit Ausbildungsplätzen versorgt werden. 133 Bewerber seien gar nicht untergekommen.

„Sie haben Einfluss, sie sind es, die die jungen Menschen prägen. In der Schullaufbahn ist nicht nur Fachwissen gefragt, sondern Präsenz, Ausstrahlung und die Fähigkeit, ein Gespür für die Schüler zu entwickeln.“ Wo Eltern überfordert seien, schlössen Schulen die Lücken.

Merckens wünschte den Anwärtern ganz viel Freude bei der Arbeit. „Der Kopf wird manchmal rauchen, doch verlieren sie den Spaß und die Freude nicht.“

„Sie haben gute Zukunftsaussichten und werden relativ schnell in gesicherte Arbeitsverhältnisse kommen. Wir alle brauchen Sie“, sagte Beeg. Die jungen Kollegen würden Bezugsperson für die Kinder sein. Lehrer seien oft die einzig positiv besetzte Person im Leben eines Kindes. Beeg: „Seien Sie verantwortungsvoll, bewusst und empathisch im Umgang.“ Dann würden sie offene und ehrliche Rückmeldung von den Kindern erfahren. „Sie wirken immer durch Vorbild des eigenen Handelns. Unterschätzen Sie das nicht.“

Die Anwärter seien Ansprechpartner auch für die Eltern: „Lob, Unverständnis, Kritik und Freude werden bei ihnen abgeladen.“ Und es dauere drei bis fünf Jahre, bis sich das Immunsystem an die Bazillenflut gewöhnt habe, prophezeite Beeg vier bis sechs Erkältungen pro Jahr.




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