Neue Klimaanlage für LMK

Ein Kranwagen mit 40-Meter-Ausleger hob die 1,8 Tonnen schwere Ersatz-Klimaanlage gestern Vormittag an ihren Platz auf dem LMK-Dach.
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Ein Kranwagen mit 40-Meter-Ausleger hob die 1,8 Tonnen schwere Ersatz-Klimaanlage gestern Vormittag an ihren Platz auf dem LMK-Dach.

Das alte Aggregat gab in der andauernden Hitze den Geist auf / Kran hob Ersatz gestern auf das Dach des Kaufhauses

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03. August 2018, 10:10 Uhr

Die Hitzewelle macht nicht nur Menschen zu schaffen, auch die Technik streckt mitunter die Waffen im Kampf gegen hohe Temperaturen. Das zeigte sich in dieser Woche bei LMK. Am Dienstag versagte in dem Eutiner Kaufhaus die Klimaanlage. Die Folge: Das Thermometer in den Verkaufsräumen stieg auf bis zu 33 Grad, was nicht nur Kundschaft und Verkaufspersonal mächtig ins Schwitzen brachte, sondern auch Geschäftsführer Thomas Gast und die Haustechnik.

Schnell stellte sich heraus, dass die Anlage nicht so schnell zu reparieren sein würde. „Unter anderem war eine Pumpe kaputt, wir haben versucht zu improvisieren. Doch obwohl wir Tag und Nacht dabei waren, war es nicht reparabel“, berichtet Gast. Die defekten Teile hätten zum Teil drei Monate Lieferzeit gehabt.

Doch wie auf die Schnelle eine neue Klimaanlage beschaffen? „Wir haben versucht, in Hamburg etwas zu bekommen, aber erst in München wurden wir fündig – bei einer Firma, die Leihgeräte zur Verfügung stellt“, berichtet Gast. Über Nacht sei die neue Anlage per Lkw nach Eutin transportiert worden. Gestern morgen um 7.30 Uhr rückte ein erst wenige Tage alter Kranwagen von „Sönke Jordt“ aus Ratekau an und hob das 1,8 Tonnen schwere Kühlaggregat mit seinem 40-Meter-Ausleger aufs Dach des Kaufhauses. Dort bemühten sich Haustechnik und „Cobobes“-Mitarbeiter im Laufe des gestrigen Tages darum, das Gerät zum Laufen zu bekommen.

Wann die Klimatisierung bei LMK wieder funktionieren würde, vermochte Gast gestern Vormittag nicht zu sagen. „Wir hoffen, dass wir heute Abend fertig werden“, erklärte er. Das Runterkühlen auf die gewohnten 24 Grad werde dann etwa sechs bis acht Stunden dauern. Sollte alles wie erhofft klappen, hieße es also ab heute Vormittag wieder „Prima Klima“ bei LMK.

Die Kunden hätten großes Verständnis für die Situation gezeigt, sagte Gast. „Auch weil wir gesagt haben, wir sind da dran.“ Die Handwerker hätten ebenfalls schnell reagiert. Für den Einbau der neuen Anlage habe extra ein neues Podest gebaut werden müssen, weil diese nicht den Maßen der alten entsprochen habe.

Ob nun die alte Anlage noch einmal repariert oder eine neue angeschafft werde, sei noch nicht entschieden erklärte Gast. Es spreche aber einiges für eine neue Anlage, auch aus Gründen der Energieeffizienz. Doch dafür müsste LMK erst einmal tief in die Tasche langen: „Die Kosten liegen auf jeden Fall im sechsstelligen Bereich“, sagte der LMK-Geschäftsführer. Aber ob es am Ende 200 000 oder 500 000 Euro würden, sei schwer abzuschätzen. Bis die Angebote eingeholt seien, werde es noch etwas dauern.

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