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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 04:48 Uhr

Neue Führungskräfte bei der Oper

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und Arend Knoop, der neue technische Direktor, erläutern ihre Pläne für die Festspiele

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2014 | 12:20 Uhr

Mit dicken Vorschusslorbeeren wurde Sabine Kuhnert gestern an ihrem ersten offiziellen Arbeitstag als Geschäftsführerin der Neuen Eutiner Festspiele in der Opernscheune bedacht. „Ich weiß, dass sie es kann und gut machen wird“, sagte Klaus Hoth, als Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eutin zugleich Sprecher der Alleingesellschafterin bei der Oper.

Hoth betonte, dass er Kuhnert als langjährige Eutinerin gut kenne und sie sich viele Meriten in Spitzenfunktionen in der Unternehmenskommunikation erworben habe. Diese berufliche Kompetenz werde jetzt den Festspielen zugute kommen und helfen, das Ausscheiden von Tina Ziegler in der Opernscheune zu kompensieren.

Sie betrachte ihre neue Aufgabe als große Herausforderung, sagte Sabine Kuhnert. Sie gehe mit Respekt vor der großen Tradition an die Arbeit, aber auch mit Mut zu klaren Vorschlägen für die Strukturen und Finanzen des Kulturunternehmens. Kuhnert: „Ich habe große Lust, meine Kraft und Leidenschaft einzubringen für die Weiterentwicklung dieser kulturellen Perle im Land.“

Ihre Überlegungen dazu wollte sie noch nicht preisgeben: „Lassen Sie mir die ersten 100 Tage im neuen Amt Zeit.“ Klar sei für sie, dass die Festspiele sich im nächsten Jahr auf ihre „Kernkompetezen“, der Aufführung von Oper und Operette, konzentrieren müssten. Hauptaufgabe sei zudem das Gewinnen weiterer finanzieller Unterstützung, auf privater wie auf öffentlicher Ebene.

Klaus Hoth hob hervor, dass die Eutiner Festspiele im Gegensatz zu staatlichen Bühnen über 80 Prozent ihres Etats aus eigenen Einnahmen bestreiten müssen. „Uns würde es gut tun, wenn die öffentliche Hand mehr Zuschüsse gäbe.“ Die wirtschaftliche Bilanz für 2014 liege noch nicht vollständig vor, doch eines stehe fest: „Wir kommen mit einem blauen Auge davon. Es gibt keinen Grund zur Sorge, alles ist gesichert“, sagte Hoth.

Die Finanzenge präge ihre Arbeit und verlange immer wieder großen Einfallsreichtum, bekräftigte Intendantin Dominque Caron die Notwendigkeit stabiler Einnahmen: „Wir kochen nur mit Wasser, aber alle hoffen, dass daraus guter Wein wird.“

Wunderdinge seien nicht gerade von ihm zu erwarten, aber die Kosten für Kulissenbau und Bühnenbetrieb wolle er im Griff halten, sagte Arend Knoop. Der Unternehmer und Förderer der Festspiele fungiert als ihr neuer technischer Direktor; bevor er für diese Aufgabe zusagte, habe er sich eingehend mit der Intendantin und der neuen Geschäftsführerin besprochen und die Kompetenzen geklärt. Knoop: „Ich habe draußen das Sagen.“ Seine große Sorge: Die Freilichtbühne müsse rechtzeitig fit gemacht werden für die Anforderungen zur Landesgartenschau 2016.

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