Neue Freie Wähler für Kreistag am Start

Kandidaten der Freien Wähler: (v.  l.) Joachim Tappmeyer (Spitzenkandidat), Stephan Hedicke (Listenplatz 2), Dr. Henry Saage (Platz 3), Sven Rohr (Platz 7) und Harald Behrens (Platz 8).
Kandidaten der Freien Wähler: (v. l.) Joachim Tappmeyer (Spitzenkandidat), Stephan Hedicke (Listenplatz 2), Dr. Henry Saage (Platz 3), Sven Rohr (Platz 7) und Harald Behrens (Platz 8).

Ein neu gegründeter Kreisverband mit Stephan Hedicke bewirbt sich am 6. Mai

23-24686921_23-77733324_1455900605.JPG von
21. Februar 2018, 11:41 Uhr

Eine neue Wählergemeinschaft bewirbt sich am 6. Mai um Stimmen für den Einzug in den Kreistag: Am Montag wurde die Kreisvereinigung Freie Wähler gegründet, die sechste Kreisvereinigung in Schleswig-Holstein. Im Kreis aktiv ist bereits eine Freie Wählergemeinschaft Ostholstein (FWG).

Bei der Gründung der neuen Kreisvereinigung wurde zunächst ein Kreisvorstand gewählt, danach die Listen- und Direktkandidaten für den Kreistag. Der selbstständige Betriebswirt Joachim Tappmeyer aus Dahme wurde, wie es in einer Pressemitteilung heißt, einstimmig zum Kreisvorsitzenden gewählt, er gehört der Dahmer- Wähler-Gemeinschaft an. Ebenfalls einstimmig wurden Dr. Henry Saage zum Stellvertreter und Stephan Hedicke zum Schatzmeister gewählt.

Die drei führen auch die Liste zur Kreistagswahl an: 1. Joachim Tappmeyer (59) aus Dahme, 2. Stephan Hedicke (66), Soldat i.R. aus Grube, 3. Dr. Henry Saage (56), Diplom-Ingenieur aus Dahme, 4. Stephanie Lubnow (43), Restaurantfachfrau aus Scharbeutz.

Stephan Hedicke gehört dem aktuellen ostholsteinischen Kreistag als fraktionsloses Mitglied an, Dr. Saage war bis 2005 Mitglied des Kreistags im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Politische Erfahrung hat auch Stephanie Lubnow, sie war für die Freien Wähler bei der Bundestagswahl 2017 angetreten.

Joachim Tappmeyer erklärte: „Viele Menschen, gerade in den kleineren Gemeinden, sind unzufrieden mit der Kreispolitik. CDU und SPD machen in Ostholstein leider keine wesentliche bessere Figur als ihre Spitzen in Berlin. Davon profitieren zu häufig die politischen Ränder. Wir machen ein politisches Angebot aus der Mitte der Gesellschaft für die Mitte der Gesellschaft. Sachpolitik steht für uns im Vordergrund. Deswegen werden wir auch parteilosen Kandidaten ermöglichen für uns in den Wahlkreisen anzutreten.“

Besonders wichtig sei den Freien Wählern die Stärkung der gewachsenen Gemeindestruktur und der Erhalt der Eigenständigkeit der Gemeinden. Den Menschen vor Ort sollten Entscheidungsmöglichkeiten zurückgegeben werden, viele Entscheidungen könnten vor Ort wesentlich besser getroffen werden als in Eutin.

Tappmeyer: „Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass die Gesellschaft in Ostholstein von Gemeinschaft und Respekt geprägt wird. Gerade ältere Menschen müssen stärker eingebunden werden, anstatt sie auszugrenzen. Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen sind wichtig für die Gesellschaft.“

Eine Verwechslungsgefahr mit der Freien Wählergemeinschaft Ostholstein sehen die Freien Wähler nicht. Der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Gregor Voht, sagte: „Wenn jeder seinen satzungsgemäßen Namen verwendet, besteht überhaupt kein Problem. Wir treten in insgesamt sieben Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein mit der Kurzbezeichnung ,Freie Wähler‘ an, so wie man uns auch von Landtags-, Bundestags- und Europawahlen kennt. Der Landeswahlleiter hat uns die einheitliche Listennummer 10 zugeteilt, man kann uns auf dem Wahlzettel nirgendwo verfehlen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen