Neue Fachkräfte für die Milchwirtschaft

Frohe Gesichter nach der Freisprechung der Milchtechnologen und milchwirtschaftlichen Laboranten in Malente.
Frohe Gesichter nach der Freisprechung der Milchtechnologen und milchwirtschaftlichen Laboranten in Malente.

shz.de von
06. Juli 2018, 11:59 Uhr

34 junge Menschen wurden vor wenigen Tagen in der Lehr- und Versuchsanstalt (LVA) für Milchwirtschaft in das Berufsleben entlassen. 18 Milchtechnologen und 16 Milchwirtschaftliche Laboranten nahmen nach drei oder zwei Jahren Ausbildung ihre Zeugnisse entgegen.

Der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Peter Levsen Johannsen, stellte bei der Freisprechung fest, dass die Absolventen bereits einen Arbeitsvertrag hätten oder auf dem Sprung in ein Studium seien. „Nicht nur die milchverarbeitenden Unternehmen benötigen qualifizierte Fachkräfte, der gesamte Lebensmittelbereich und die Zulieferindustrie stehen Ihnen offen.“ Johannsen dankte den Ausbildern, Lehrkräften der Berufsschule sowie den Prüfern und erwähnte besonders Eckhard Rimkus: Für den Bildungsreferenten und Ausbildungsberater der Landwirtschaftskammer sei es die letzte Freisprechungsfeier, Ende August gehe er nach fast 50 Jahre Arbeit in der Milchbranche, davon 35 Jahre bei der Kammer, in Ruhestand. Johannsen: „Sie haben sich immer für eine fundierte und zukunftsfähige Berufsausbildung stark gemacht. Ihre hohe Fachkompetenz wird bundesweit geschätzt.“

Der Milchmarkt in Deutschland bleibe in Bewegung: In Viöl sei ein neuer Molkereibetrieb gebaut und eröffnet worden, in Neumünster werde eine große Käserei gebaut, in Nordhackstedt werde die Produktion neu ausgerichtet. Überall werde qualifiziertes Personal gebraucht. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs um Lehrlinge werde es sicher auch den Meiereien schwerer werden, den Fachkräftenachwuchs zu gewinnen. Aus- und Fortbildung bleibe von zentraler Bedeutung, und dafür sei die Lehranstalt in Malente modernisiert worden. Viel Geld sei in neue Technik gesteckt worden, damit die überbetriebliche Ausbildung für die Milchtechnologen ihre hohe fachliche Reputation behalte. Zugleich gebe es neue Seminare: Zum Beispiel einen Pilotkurs zum Thema Filtration, gemeinsam mit der neuen Deutschen Molkerei-Akademie konzipiert, der erneut angeboten werden solle.

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