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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 11:33 Uhr

Neue Erstaufnahme erst 2017 fertig?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Pläne für dauerhafte Flüchtlings-Einrichtung nahe der Uni: Vergabeverfahren läuft noch / Baubeginn voraussichtlich im Frühjahr 2016

von
erstellt am 14.Dez.2015 | 00:32 Uhr

An den Hochschulstandorten Lübeck, Flensburg, Heide und Kiel sollten eigentlich bis Ende kommenden Jahres dauerhafte Erstaufnahmen (EAE) für Flüchtlinge entstehen. Doch die Pläne sind inzwischen überholt, die Standorte in Flensburg und Heide vorerst vom Tisch. Eine dauerhafte Einrichtung für Lübeck ist zwar in der Diskussion; bislang wurden aber nur die Kapazitäten im Containerdorf am Volksfestplatz auf 1500 Plätze erhöht.

Und was ist mit Kiel? Für die Landeshauptstadt hält sich das Innenministerium bedeckt, verweist auf das aktuell noch laufende Ausschreibungsverfahren. „Es sind noch keine Aufträge vergeben, es gibt Verhandlungen“, sagte ein Sprecher unserer Zeitung.

Nahe dem Uni-Campus am Bremerskamp soll nach ursprünglicher Planung auf einem Maisfeld in Modulbauweise – das sogenannte Kieler Modell – ein Flüchtlingsdorf für 600 Asylbewerber entstehen (wir berichteten). Das Land will das Maisfeld an einen Investor verkaufen. Idee hinter dem Konzept: Nach fünf bis zehn Jahren könnten die Gebäude dann umgebaut werden und als Studentenunterkünfte dienen. Im vergangenen Sommer hatten Vertreter von Stadt, Land und Universität den Plan erstmals vorgestellt. Alle Akteure gingen damals von einer Fertigstellung bis September 216 aus. Wie der Leiter der Stabsstelle Erstaufnahmeeinrichtungen für Schleswig-Holstein im Innenministerium, Jan Vollmeyer, aber nun zugab, waren diese Pläne wohl doch zu knapp bemessen.

Bei einer Ortsbeiratssitzung in Suchsdorf sagte er, das Vergabeverfahren soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Wohl erst im kommenden Frühjahr werde es mit dem Bau losgehen können, Anfang 2017 die dauerhafte Einrichtung dann bezugsfertig sein. Von rund 40 Anwohnern habe es in der Sitzung vereinzelt Nachfragen, aber keine kritischen Äußerungen gegeben, sagte der Beiratsmitglied Hans-Jürgen Lembke.

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