Neue Doppelspitze auf Osterberg

Das Osterberg-Institut in Niederkleveez wird seit Monatsbeginn von einer gleichberechtigten Doppelspitze geleitet. Daniela Lau (li.) hat die Nachfolge von Jürgen Meereis angetreten. Andrea Strämke leitet seit zwei Jahren das Institut.
Das Osterberg-Institut in Niederkleveez wird seit Monatsbeginn von einer gleichberechtigten Doppelspitze geleitet. Daniela Lau (li.) hat die Nachfolge von Jürgen Meereis angetreten. Andrea Strämke leitet seit zwei Jahren das Institut.

Die Betriebswirtin Daniela Lau und Sozialarbeiterin Andrea Strämke leiten das Bildungsinstitut und wollen es noch mehr öffnen

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21. Februar 2018, 14:02 Uhr

Seit Monatsbeginn ist das Leitungsteam des Osterberg-Instituts der Karl Kübel Stiftung in Niederkleveez wieder komplett. Neben Sozialarbeiterin Andrea Strämke (43), die vor zwei Jahren an das Institut kam und für den Non-Profit-Sektor steht, wirkt jetzt Daniela Lau (41) in der gleichberechtigten Doppelspitze. Die Betriebswirtin folgt Jürgen Meereis nach, der das Haus im August 2017 verlassen hat. Ziel sei es, Hand in Hand zu gestalten, sich zu ergänzen und den pädagogischen und betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt zusammenzubringen.

Lau stammt vom Bodensee und studierte nach einer Banklehre Betriebswirtschaft an der FH in Nürtingen bei Stuttgart. Vor zwölf Jahren ging sie nach Hamburg und schloss ein Masterstudium in Human Ressource Management und Personalpolitik an. Bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft arbeitete sie in führender Position in der Personalentwicklung und gab auch freiberuflich Seminare. Im strategischen Personalmanagement sei sie für die Evangelische Stiftung Alsterdorf tätig gewesen und habe Organisationsprozesse begleitet. Das Osterberg-Institut habe sie als Teilnehmerin in Weiterbildungen kennengelernt und sich in das Institut verliebt, erzählte Lau. „Wenn man das hier mitgestalten könnte, das wäre fantastisch, habe ich gedacht. Und jetzt hat sich die Gelegenheit ergeben.“ Ihre Aufgabe werde sein, Kontakte zu Unternehmen zu stärken, um weitere Seminarkunden zu gewinnen, und den wirtschaftlichen Sektor abzudecken. Im Osterberg-Institut Erlerntes habe sie versucht in die eigene Arbeit einzubringen, so Lau: „Professionell zu bleiben und mehr auf den Menschen zu gucken, das Wirken mit Menschlichkeit aufzufüllen“, sei wegweisend für ihren beruflichen Werdegang gewesen.

Die beiden Leiterinnen sind sich einig, dass sich das Institut mehr öffnen möchte, um den offenen Ort der Begegnung durch Vorträge, Konzerte und Lesungen zum Anziehungspunkt für Menschen aus der Region weiter zu entwickeln und mit touristischen Anbietern und dem Kulturknotenpunkt Plön/Eutin/Malente zusammenzuarbeiten. Die meisten Seminarteilnehmer kommen laut Strämke aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Bei mehrtägigen Familienangeboten auch aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Auch könnte das Institut Netzwerkzentrum für Koordinatoren von Kindertagesstätten- und Familienzentren sein.

Vieles werde nochmal unter die Lupe genommen, ergänzte Sprecherin Iris Guhl-Lengeling: „Was passt zum Angebot, gibt es neue Schwerpunkte, was trägt nicht mehr, wo lassen sich neue Zielgruppen erschließen.“ Aktuell stehen aus der Stiftung, die jährlich 200 000 Euro in die Einrichtung investiert, 65 000 Euro im Haushalt für die Renovierung der Bäder in den Gästezimmern zur Verfügung. Die Modernisierung des 1994 aufgebauten Instituts soll auf die Räume der Begegnung und die Seminarräume ausgeweitet werden. Dafür habe man beim Land 100 000 Euro beantragt und nähme erstmals Landesmittel in Anspruch. In diesem Jahr bietet das Osterberg-Institut 156 Seminare und Weiterbildungen an. Schwerpunkte sind Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung, Kommunikation, Selbsterfahrung und Angebote für Familien.

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