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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 22:14 Uhr

Neue Diskussion um die Jagdsteuer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kreis kann nicht auf Jagdsteuer verzichten / Nächste Woche weiteres Gespräch

von
erstellt am 05.Feb.2016 | 17:23 Uhr

Der Kreis Plön braucht das Geld zur Konsolidierung des Haushaltes, die Jäger wollen sie im bisherigen Umfang nicht zahlen: die Jagdsteuer. Mitte nächste Woche ist ein Gespräch bei Landrätin Stephanie Ladwig terminiert, um „die Kuh vom Eis“ zu
holen.

Zur Diskussion steht jetzt eine 50-Prozent-Regelung. Danach, so der Wunsch der Jäger, könnte die Jagdsteuer im Kreis Plön um 50 Prozent reduziert werden und die Jäger würden auf allen Straßen das Fallwild entsorgen. Wie der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Hans-Werner Blöcker, gestern dem OHA sagte, „entsteht so eine Steuergerechtigkeit, denn die Jagdsteuer wird allein von den Revierinhabern und nicht von den Jäger bezahlt“. Es würden so auch Verwaltungskosten gespart.

Nach einem Mehrheitsbeschluss des Kreistages können den Jägern allerdings nur 17  000 Euro der anfallenden Jagdsteuer von rund 100  000 Euro pro Jahr für die Entsorgung des Fallwildes auf den Kreisstraßen zurückgezahlt werden. Blöcker: „Die Jäger können mit 17  000 Euro Rückzahlung nicht die Fallwildentsorgung leisten, die im Jahr bei rund 120  000 Euro liegt.“

Eine Diskrepanz gibt es
allerdings noch: Eigentlich sollen im Kreis Plön nach Vorbild der Kreise Segeberg und Ostholstein die Mittel aus der Jagdsteuer zweckgebunden für Bildung und Naturschutz verwendet werden. In Ostholstein fließen dafür immerhin 50 Prozent der Jagdsteuer zurück. Das Geld darf zur Finanzierung des Schießplatzes
Kasseedorf verwendet werden.

Blöcker weiß: „Die Revierinhaber erwarten, dass die von ihnen gezahlte Jagdsteuer auch an sie zurückfließt.“ Er erinnerte aber auch daran, dass die Jäger eigentlich die Jagdsteuer lieber ganz abgeschafft sehen.

Für Landrätin Stephanie Ladwig kommt die Abschaffung der Jagdsteuer nicht in Betracht, weil der Kreis Plön eine Vereinbarung zur Konsolidierung des Haushaltes mit dem Land geschlossen hat. So sei auch eine direkte Rückzahlung der Jagdsteuer an die Revierinhaber nicht möglich. Nach lockeren Gesprächen mit den Fraktionen im Kreistag steht nun in der kommenden Woche ein erneutes Gespräch zwischen Landrätin Stephanie Ladwig, Hans-Werner Blöcker, Jan-Wilhelm Hammerschmidt und diesmal Henrick Estorff statt.  

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