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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 06:09 Uhr

Neue Chance für Projekt „Seewiesen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Patt in der Ratsversammlung sorgt für Neuauflage des umstrittenen Bauprojektes

von
erstellt am 24.Sep.2015 | 14:13 Uhr

Es war ein Ritt auf des Messers Schneide in der Plöner Ratsversammlung: denkbar knapp mit elf zu elf Stimmen unterlagen die Plöner Grünen am Mittwochabend in einer namentlichen Abstimmung mit ihrem Antrag, aus dem gemeinsamen Planungsverband „Seewiesen“ mit Rathjensdorf auszusteigen. Grüne, SPD, der parteilose Ingo Buth sowie Kirsten Hinrichsen (FWG-Plön) waren für den Ausstieg, CDU, FDP sowie Jens-Uwe Seligmann und Frank Evers von der FWG-Plön waren dagegen. Rainer Dräger (FWG) war im Urlaub.

Der Planungsverband „Seewiesen“ besteht seit 2006 und hat das Ziel, auf den meistens landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen der B  76 und dem Ortsteil Tramm Flächen für Wohnungsbau zu entwickeln. Doch so Recht ist das Projekt nicht voran gekommen: Kreisplanung und Naturschutz hatten Bedenken. Zwei Investoren hat das Projekt bisher verschlissen. Der aus Hutzfeld stammende Dr. Carsten Rahlf tritt seit 2012 als dritter Investor auf, hat auf dem Weg hin zu einer Bebauung von etwa 125 Wohneinheiten bereits einen sechsstelligen Betrag investiert.

„Ich bin zufrieden“, sagte er dem OHA am Mittwochabend nach über einstündiger Kontroverse in der Ratsversammlung, der er als aufmerksamer Zuschauer beiwohnte. So werde sein Engagement für Wohnquartiere mit einer hohen Qualität gewürdigt. Und die Politik sei bereit, ein nicht ganz einfaches Verfahren weiter zu gehen. Rahlf erwartet bei den vorangeschrittenen Planungen keine Probleme von Kreis und Land, die gegen die Fortsetzung des Projektes „Seewiesen“ sprechen: „Ich werde dort mit einer Straße von Plön nach Tramm für eine vernünftige Infrastruktur sorgen.“

„Restlos enttäuscht“ über die ablehnenden Stimmen in der Plöner Ratsversammlung zum Projekt „Seewiesen“ zeigte sich am Mittwochabend Rathjensdorfs Bürgermeister Uwe Koch. Vor allen Dingen Bernd Möller (SPD) habe sich in seiner Meinung „um 180 Grad gedreht“. Doch die Enttäuschung Kochs wich schnell der Freude über den Patt in der Ratsversammlung: „Jetzt wollen wir mal abwarten, wie schnell das Projekt umgesetzt wird“, hoffte Koch auf die zugesagte Unterstützung von Bürgervorsteher Dirk Krüger.

 

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