Neue Brücke verzögert sich erneut

Das Sperrschild für die Fahrt Richtung Plön ist zwar noch durchgestrichen, die Sperrung gilt aber bereits (siehe kleines Foto unten), im Gegensatz zur Umleitung, die das gelbe Schild empfiehlt. Fotos: Schröder
Das Sperrschild für die Fahrt Richtung Plön ist zwar noch durchgestrichen, die Sperrung gilt aber bereits (siehe kleines Foto unten), im Gegensatz zur Umleitung, die das gelbe Schild empfiehlt. Fotos: Schröder

Der Zeitplan für das neue Bauwerk, das in der Hindenburgallee über die Schwentine führen soll, lässt sich wohl nicht mehr halten

shz.de von
01. August 2018, 17:43 Uhr

Die geplante Erneuerung der Schwentine-Brücke in der Hindenburgallee verzögert sich offenbar erneut – wenn auch diesmal nur um einige Wochen. Der zuletzt anvisierte Beginn der Arbeiten Anfang Oktober lässt sich wohl nicht halten. Der Grund: Die für den Neubau der Brücke notwendige Verlegung etlicher Ver- und Entsorgungsleitungen dauert länger als geplant. „Voraussichtlich sind wir Ende Oktober mit den Vorarbeiten fertig“, erklärte Christine Pinnow, Pressesprecherin der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz), die bei den Arbeiten federführend ist.

Über die genauen Auswirkungen der Verzögerung
auf die Brückenbauplanung mochte Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck, gestern nichts sagen. „In einigen Wochen wissen wir mehr“, erklärte er. Klar sei jedoch: „Wir können die Brücke erst abreißen, wenn alle Leitungen aus dem Baufeld verlegt und umgeschlossen sind.“ Um ein weiteres Jahr will er die Maßnahme aber keinesfalls verschieben. „Ziel ist, das Projekt so zügig wie möglich umzusetzen. Wir wollen loslegen“, bekräftigte der Behördenleiter.

Der Neubau der maroden, über 125 Jahre alten Brücke sollte eigentlich bereits im Oktober 2017 in Angriff genommen werden. Dazu kam es nicht, weil bekanntlich die Verlegung der Leitungen durch das Bett der Schwentine scheiterte. Eine neue Lösung fand sich in Form einer als Rad- und Fußweg ausgeführten Rohrbrücke parallel zur Straßenbrücke.

Zunächst müssen die Leitungen jedoch mit einer provisorischen Rohrbrücke über die Schwentine geführt werden. Und da hat es gehakt: „Wir mussten erst mal eine Spezialfirma finden, die sich der Sache annimmt“, erklärte Christine Pinnow. Nur zwei von 14 Spezialfirmen hätten ein Angebot abgegeben. Die haben aber erst später Zeit: Deshalb werden die Arbeiten für das Provisorium nicht vor Mitte September beginnen. Die Firma will innerhalb einer Woche eine Rohrbrücke auf zwei Pfählen errichten, in den folgenden zwei Wochen sollen dann die Leitungen für Strom, Gas, Wasser, Telefon und Straßenbeleuchtung verlegt werden. „Wir haben einen Puffer von zwei Wochen bis Mitte November eingeplant“, sagte Pinnow. Dann könne der Brückenneubau beginnen.

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