Neue Brücke mit historischem Anklang

Das Brückengeländer soll mit seiner Form an das Gewöbe der ursprünglichen Brücke erinnern. Fotos: Schröder
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Das Brückengeländer soll mit seiner Form an das Gewöbe der ursprünglichen Brücke erinnern. Fotos: Schröder

Lange wurde um den Neubau einer Brücke über die Schwartau in Woltersmühlen gerungen - um moderne und ästhetische Ansprüche zu vereinen. Mit dem Ergebnis zeigte sich Süsels Bürgermeister Dirk Maas bei der Einweihung zufrieden. Morgen wird der Bau mit einem Brückenfest gefeiert.

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04. Juni 2009, 10:04 Uhr

Woltersmühlen/ | Fast ein halbes Jahr - von Januar bis Ende Mai - dauerte es, bis die neue Brücke über die Schwartau in Woltersmühlen fertig war. Jetzt rollt der Verkehr wieder - und das freut nicht nur Autofahrer: "Ich blicke doch heute überwiegend in zufriedene Gesichter", formulierte Süsels Bürgermeister Dirk Maas vorsichtig vor gut zwei Dutzend Gästen. Dann durchschnitt er gemeinsam mit Kati Dolger vom Lübecker Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr und Ingenieur Olaf Schmohl von der Eutiner Firma KSK Ingenieure ein symbolisches Band und gab die einspurige Brücke damit offiziell für den Verkehr frei.

Zufrieden zeigte sich jedenfalls Dirk Maas - persönlich und aus Sicht der Verwaltung - auch weil die Kosten der Brücke mit rund 222.000 Euro im abgesteckten Rahmen geblieben seien. Daran beteiligt sich das Land mit 75 Prozent.

Dass letztlich nicht alle über das Ergebnis jubeln würden, hatte sich bereits im Planungsprozess abgezeichnet. Es waren mehrere Entwürfe und ein intensiver Abstimmungsprozess nötig gewesen. Die Brücke sollte nicht nur zweckmäßig, sicher und nicht zu teuer sein: Sie sollte auch ästhetische Ansprüche erfüllen, die sich vor allem an dem 1795 errichteten Vorgängerbauwerk mit seinem ansehnlichen Gewölbe orientierten. "Das war nicht alles unter einen Hut zu bekommen", gab Maas zu.

Abstriche gab es vor allem in der Ästhetik, doch immerhin blieben Teile des alten Gewölbes erhalten - allerdings nicht mehr in tragender Funktion. Zudem erfüllt das vom Eutiner Architekten Christian Bielke entworfene Brückengeländer nicht nur Sicherheitsanforderungen, sondern nimmt beispielsweise in einem unter das Fahrbahnniveau führenden Teil auch den Bogen des alten Gewölbes auf.

"Brücken bauen heißt, Menschen miteinander in Verbindung bringen", erklärte Maas. Deshalb gebe es ein Brückenfest. Dazu laden für morgen (5. Juni) um 17 Uhr die drei Dorfschaften Woltersmühlen, Kesdorf und Ottendorf ein.

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