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Neue Brücke für Fissau soll rund 563 000 Euro kosten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2017 | 00:44 Uhr

Die Brücke unweit des Fissauer Fährhauses, die die Leonhardt-Boldt-Straße über die Schwentine führt, ist in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Wie eine solche Sanierung aussehen kann, stellte Ingenieur Jochen Scheele vom Büro KSK Ingenieure im jüngsten Bauausschuss vor. „Wir würden eine Stahlbetonplatte vorschlagen, die ist weitgehend wartungsfrei“, argumentierte Scheele. Die einzig offene Frage sei die der Lager und der Gründung. Der Bauausschuss entschied sich mehrheitlich für die Lösung eines sogenannten Spundwandwiderlagers. Hierbei werden die Spundwände tief in die Erde eingebracht, die Lasten verteilen sich darauf und ein großer Erdaushub bleibe erspart. Das Eutiner Ingenieurbüro schätzt die Kosten auf 501  000 Euro (brutto). Hinzukommen die Ingenieurskosten von rund 62  000 Euro (brutto). Laut Verwaltungsvorlage ist mit einer Bauzeit von rund sechs Monaten zu rechnen – nach Auftragsvergabe. Ein Teil der Natursteine, die Paddler jetzt sehen, wenn sie auf der Schwentine unterwegs sind, sollen erhalten bleiben. Auf der neuen rund elf Meter breiten Brücke sind auf beiden Seiten Wege für Fußgänger sowie eine sechs Meter breite Fahrbahn in beide Richtungen eingeplant.

Jackie Meyer (FDP) sprach sich als Dorfvorstand für eine provisorische Brücke aus, da in der Saison der Campingplatz von vielen Touristen besucht wird und diese nicht von Fissau abgeschnitten sein sollen. Ein Provisorium bezifferte Scheele mit rund 20  000 Euro.

Klaus Kibbel (SPD) wollte von der Verwaltung abschließend wissen, wie das Ingenieurbüro den Auftrag für diese Brücke bekommen hat, „wenn es uns damals in der Stadtbucht doch so viel Geld gekostet hat“.

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