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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 21:23 Uhr

Neue Brücke ab Sommer 2018

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malente: Anfang Oktober will das Land mit der Erneuerung des Bauwerks beginnen, das in der Hindenburgallee über die Schwentine führt

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 12:23 Uhr

Seit Jahren wird er angekündigt, lange wurde geplant, jetzt steht der Zeitplan für den Neubau der Schwentinebrücke in der Malenter Hindenburgallee (Landesstraße 56). Nach dem Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, will der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr mit den Bauarbeiten beginnen, um die bestehende altersschwache, 1892 gebaute Brücke zu ersetzen, kündigte Christian Grubert von der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs am Montagabend im Planungsausschuss an. Nach einem Dreivierteljahr, am Freitag, 15. Juni 2018, sollen die Arbeiten nach Plan abgeschlossen werden. „Wenn der Zeitplan so eingehalten wird, sind wir zufrieden“, kommentierte der neue Planungsausschussvorsitzende Jürgen Redepenning (SPD) den Vortrag.

Mit der vorgestellten Planung zögert sich der Neubau noch einige Monate weiter hinaus als erwartet. Zuletzt kursierte der Mai als Baubeginn. Bis zum Baubeginn sollen alle nötigen Vorarbeiten beendet sein. Dazu gehört, wie berichtet, die Verlegung zahlreicher Ver- und Entsorgungsleitungen, die künftig allesamt unter dem Bett der Schwentine hindurch geführt und nicht mehr wie bislang an der Brücke befestigt werden sollen. Noch in diesem Monat will das Land mit der Ausschreibung der Arbeiten beginnen.

Anfang Oktober werde die Baustelle eingerichtet. Dann würden die Hindenburgallee voll sowie Frahmsallee und Eutiner Straße halbseitig gesperrt. Hier werde der Verkehr mit einer Ampelanlage geregelt. Voraussichtlich im November werde die alte Brücke abgerissen.

Die neue Brücke werde sich künftig zum Kreuzungsbereich hin aufweiten, erläuterte Grubert. Die Vorfahrtsregelung an der Kreuzung wird wie berichtet, später geändert. Dann wird der Verkehr aus der Bahnhofstraße wartepflichtig sein. Die Fahrbahnbreite auf der Brücke betrage künftig sechs Meter, die der Gehwege (gemeindeauswärts mit Radweg) 3,75 Meter und 2,50 Meter. Die Brücke selbst werde die Schwentine künftig komplett überspannen und anders als die bisherige Drei-Bogen-Brücke keine Lager mehr im Flußbett haben.

Nicht einlassen mochte sich der Chef der Lübecker Behörde, Jens Sommerburg, auf die von FDP-Fraktionschef Wilfred Knop erhobene Forderung, das Land müsse die Kosten für den Neubau der Fußgängerbrücke übernehmen, die am „Intermar“ über die Schwentine führt. Die zurzeit noch wegen Baufälligkeit gesperrte Brücke wird dringend benötigt, um Fußgängern und Radfahrern beträchtliche Umwege über Eutiner Straße sowie Voß- und Rosenstraße zu ersparen. Doch da es die Brücke schon vorher gegeben habe, sei die Finanzierung Sache der Gemeinde, erklärte Sommerburg und bekräftigte, das sei bundesweit so üblich. Davon ließ er sich auch nicht durch den Einwand Knops abbringen, die Gemeinde habe eigentlich gar keine neue Fußgängerbrücke gewollt.

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