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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 21:39 Uhr

Neue alte Führung in Röbel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr / Wehrführer Müller bestätigt / Gerätehaus ist weiter Streitthema

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2015 | 18:37 Uhr

Am Ende ging alles ganz schnell bei der wichtigsten Personalentscheidung des Abends, schließlich herrschte im Sprüttenhus Röbel weitestgehend Einigkeit unter den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. „Ich habe auf meinem Zettel nur einen Vorschlag stehen, und der lautet Rolf Müller“, sagte Röbels Bürgermeister Holger Reinholdt, zugleich Ehrenmitglied der örtlichen Wehr, als der neunte Tagesordnungspunkt die Wahl eines neuen Ortswehrführers vorsah. Das Ergebnis: der Alte ist ebenso der Neue. 20 von 25 stimmberechtigten Wehrmitgliedern votierten dafür, dass Rolf Müller auch in den kommenden sechs Jahren die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr Röbel leitet. Es war zugleich Höhepunkt und wichtigste Erkenntnis einer launigen Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitagabend.

Neben dieser und weiteren Wahlen standen vor allem ein Blick zurück auf das vergangene und voraus auf das kommende Jahr im Mittelpunkt der Veranstaltung. Bestimmendes Thema waren dabei einmal mehr die Planungen zum Neu- oder Umbau des Feuerwehrhauses im Ort. In dieser Hinsicht brachte der stellvertretende Gemeindewehrführer Nils Rave die Stimmung seiner Kameraden auf den Punkt, als er einen spöttischen Vergleich zu dem immer noch nicht eingeführten Digitalfunk für Feuerwehrleute zog: „Der sollte eigentlich 2006 kommen und kommt jetzt frühestens 2017. Ich hoffe mal, dass das mit unserem Gerätehaus nicht auch elf Jahre von der Planung bis zur Umsetzung dauert.“

Röbels Bürgermeister Holger Reinholdt versuchte in seiner Rede eine diplomatische Brücke zur Politik zu schlagen. Wichtig sei es vor allem, sich schon heute die Frage zu stellen, wie auch in Zukunft ein effektiver Brandschutz sichergestellt werden könne. „Und dazu gehört es eben genauso, das vorhandenen Budget mit Bedacht einzusetzen, wenn man weiß, dass die Kosten im Allgemeinen eher weiter steigen werden.“ Kritik gerade von Seiten der Feuerwehr könne er dabei zwar verstehen, doch fügte er zugleich mahnend in Richtung der Wehrleute an: „Auch hier macht immer noch der Ton die Musik.“

Auch Rolf Müller beschäftigte das Thema Feuerwehrgerätehaus in seiner ersten Ansprache als wiedergewähltem Ortswehrführer, wobei er in erster Linie die Politik in die Verantwortung nahm. „Ich wünsche mir hier insgesamt mehr Offenheit und Ehrlichkeit, und das Versprechen eingehalten werden.“ Es sei nicht schön, jeden Tag neue Gerüchte über das Gerätehaus zu hören, und letztendlich passiere dann doch gar nichts. „Nur gemeinsam können wir hier was erstellen.“

Wie es für eine Jahreshauptversammlung üblich ist, wurden noch zahlreiche Ehrungen und Beförderungen zelebriert. Sven von Baschle und Timo Struck wurden für ihre zwanzig-, beziehungsweise zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet. Befördert wurden Jana Beuck und Heiko Kalthoff zur Feuerwehrfrau und zum Feuerwehrmann, sowie Bernd Latendorf zum Löschmeister.

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