Neubau auf der Obstwiese?

Finanzausschuss beriet über Standorte für neues Gerätehaus der Feuerwehr in Röbel / Prüfaufträge erteilt

shz.de von
31. Juli 2015, 10:50 Uhr

Als Standort für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Röbel rückt zusehends die Streuobstwiese an der Kreisstraße nach Bujendorf ins Blickfeld. Das zeichnete sich in der Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstag ab.

Dort erhielt die Verwaltung den Auftrag, beim Kreis und der Gemeindeunfallkasse die Voraussetzungen für das Bauvorhaben zu prüfen. „Sollten beide grünes Licht geben, dann soll über einen Neubau auf der Streuobstwiese noch in einer Dorfschaftsversammlung diskutiert werden, bevor die Gemeindevertretung einen Beschluss fasst“, sagte Bürgermeister Holger Reinholdt.

In der Sitzung waren vom Planer verschiedene Gebäudevarianten an drei möglichen Standorten vorgestellt worden. Neben der Streuobstwiese sind noch der Bolzplatz und ein Umbau des alten Gerätehauses im Gespräch. Letzteres würde laut Architektenschätzung rund 515000 Euro kosten und wird seitens der Feuerwehr favorisiert. Bürgermeister Reinholdt (FWS) gab aber zu bedenken, dass der Neubau auf der Streuobstwiese zwar mit rund 550000 Euro zusätzlich Grunderwerbskosten kalkuliert werde, auf der anderen Seite jedoch die Gemeinde durch den Verkauf des alten Gerätehaus-Grundstückes auch eine gute Einnahme erzielen könnte. „Unter dem Strich wäre der Neubau dann wirtschaftlicher. Aber das bedeutet noch keine Festlegung auf den Standort Streuobstwiese“, sagte Reinholdt gestern dem OHA.

Zugleich wies er drauf hin, dass die Streuobstwiese beim Ausbau der Kreisstraße nicht als Ausgleichsfläche angelegt worden und unlängst vom Kreis der Gemeinde zum Kauf angeboten worden sei. Somit könnte ein B-Plan das Baurecht schaffen, zu prüfen sei aber noch, ob die Verkehrsbehörde mit einer Anbindung im Kurvenbereich einverstanden sei.

Nach langer Diskussion empfahl der Ausschuss mit CDU-Mehrheit, 500 Euro aus der Gemeindekasse für die Arbeit der Interessengemeinschaft „Jakobskreuzkraut --Naturschutz ohne Verlierer“ zu geben. Die CDU-Vertreter kündigten an, auch privat dafür spenden zu wollen. Die SPD stimmte gegen den CDU-Antrag mit der Begründung, dass die Gemeinde sich auf ihre originären Aufgaben besinnen sollte. Das letzte Wort hat die Gemeindevertretung.

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