Neuaufbau braucht noch Zeit

Noch hat die Totenglocke für die Ortswehr Malkwitz-Söhren nicht geläutet. Gemeindewehrführer Bernd Penter, hier mit Bürgermeisterin Tanja Rönck bei der Jahresversammlung 2017, arbeitet weiterhin daran, die Ortswehr zukunftsfest zu machen.
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Noch hat die Totenglocke für die Ortswehr Malkwitz-Söhren nicht geläutet. Gemeindewehrführer Bernd Penter, hier mit Bürgermeisterin Tanja Rönck bei der Jahresversammlung 2017, arbeitet weiterhin daran, die Ortswehr zukunftsfest zu machen.

Lage bei Ortswehr Malkwitz-Söhren hat sich zwar stabilisiert, aber es fehlen immer noch Mitglieder / Weiterhin kommissarische Leitung

shz.de von
25. Januar 2018, 15:54 Uhr

Die Lage der Wehr hat sich stabilisiert, sie ist aber noch nicht über den Berg. So lässt sich die aktuelle Situation bei der Ortswehr Malkwitz-Söhren beschreiben. „Die Wehr hat zurzeit 15 Mitglieder“, sagte Gemeindewehrführer Bernd Penter, der seit Februar vergangenen Jahres auch kommissarischer Chef der Ortswehr ist, dem „Ostholsteiner Anzeiger“. Damit ist die noch akzeptierte Mindeststärke von 18 Aktiven zwar nicht erreicht, doch die Lage scheint nicht aussichtslos.

Penter hatte bei seiner Amtsübernahme unmissverständlich gewarnt: Es sei sehr schwer, eine Wehr aufzubauen, „wenn es von hintenrum Stänkereien gibt“. Mittlerweile scheint es unter seiner Führung eine Erneuerung gegeben zu haben. Mehrere Mitglieder haben die Wehr verlassen, zugleich gab es jedoch auch genügend Eintritte, um den Aderlass zu kompensieren. „Damit ist die Wehr zurzeit ganz gut aufgestellt“, sagte Penter. Außerdem hege man zurzeit die Hoffnung, weitere Mitglieder zu gewinnen.

Zur Erinnerung: Penter übernahm die kommissarische Wehrführung, nachdem der bis dato letzte regulär gewählte Chef der Ortswehr wegen interner Querelen sein Amt niedergelegt hatte und auch gleich aus der Wehr ausgetreten war. Weil ihm ein Gruppenführer sowie zwei weitere Aktive folgten, sank die Stärke der Ortswehr auf 13 Mitglieder. Zugleich fehlte es an einem Kandidaten für die Ortswehrführung. Ursprünglich hatte der Kreis Ostholstein die Beauftragung Penters bis Ende vergangenen Jahres befristet, im Oktober sollte ein neuer Wehrführer gewählt werden, andernfalls drohte eine Auflösung der Ortswehr. Doch mittlerweile hat der Kreis Penters kommissarische Amtszeit bis Ende 2018 verlängert – und die Aktiven wollen offenbar weitermachen. „Von sich aus wird sich die Wehr nach derzeitigem Stand nicht auflösen“, betonte Penter mit Blick auf die 112. Jahresversammlung, die für Sonnabend, 24. März, geplant ist. Sobald die Wehr eine Mindeststärke von 18 Aktiven erreicht habe, solle auch ein Wehrführer gewählt werden. Einen möglichen Kandidaten gebe es bereits.

Unter seiner Amtszeit als Chef der Ortswehr Malkwitz-Söhren hat Penter noch keine Einsätze verzeichnet. Für die Zukunft solle für die Wehr mit den Nachbarwehren in Sieversdorf und Neukirchen im Alarmfall ein gemeinsamer Ausrückebereich gelten. Das sehe der künftige Feuerwehrbedarfsplan vor, den die Gemeindewehrführung ausgearbeitet habe und der Gemeindevertretung vorlegen werde.

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