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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 04:19 Uhr

Ratekau : Naturschutzgebiet Nummer 16

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

209 Hektar in der Gemeinde Ratekau stehen jetzt unter besonderem Schutz. Der Minister lobt das Engagement der Gemeinde und eines Vereines.

Ostholstein hat ein neues Naturschutzgebiet: Umweltminister Robert Habeck hat die neue Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Sielbektal, Kreuzkamper Seelandschaft und umliegende Wälder“ unterzeichnet. Das 209 Hektar große Areal liegt in der Gemeinde Ratekau.

Das neue Schutzgebiet sei Lebensraum vieler gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Es ist, wie das Ministerium weiter ausführt, im Nordteil geprägt durch zwei historische Wälder (Hohelied und Beutz) mit naturnahen, zum Teil alten Buchen- und Buchenmischbeständen. Zwischen den beiden Wäldern liegt das weite, beinahe vollständig extensiv beweidete Sielbektal mit Feucht- bis Nasswiesen, Sümpfen, Übergangsmooren, Erlen und Weidenbrüchen mit Kleingewässern. Auf den mehr oder weniger steilen Hanglagen sind Magerrasen und saumförmige Staudenfluren mager-trockener Standorte ausgebildet. Im südlichen Teil liegt die Katthorstwiese, ein Komplex aus Nasswiese und Übergangsmoor, größere Teiche sowie mehr oder weniger mageren Grünlandflächen. „Die Gemeinde Ratekau und der Umweltschutzverein haben sich gemeinsam mit viel Energie und Geduld dafür eingesetzt, das Sielbektal als Naturschutzgebiet zu sichern. Dieses bürgerschaftliche und gemeindliche Engagement ist beispielhaft“, lobte Habeck gestern. Der Umweltschutzverein Sereetz habe sich bereits Mitte der 1990er Jahre für den Schutz des Sielbektals eingesetzt und dort weiträumige extensive Weidelandschaften etabliert.

Die Wälder des neuen Naturschutzgebietes gehören den Landesforsten, die landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stiftung Naturschutz, dem Umweltschutzvereins Sereetz, der Gemeinde sowie mehreren privaten Eigentümern. Die extensive Beweidung werde weiter erfolgen, auf den privaten landwirtschaftlich Flächen die bisherige Nutzung zulässig bleiben.

Das Waldgebiet „Beutz“ sei Teil der Naturwaldkulisse Schleswig-Holsteins und daher nicht mehr bewirtschaftet. Lediglich Arbeiten für die Verkehrssicherheit dürften noch erfolgen.

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erstellt am 13.Aug.2015 | 15:00 Uhr

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