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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 05:32 Uhr

Naturpark kontra Windkraft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schönwalde will sich im Rahmen der neuen Landesplanung für Nöte der „Windmüller“ einsetzen

Die Gemeinde Schönwalde liegt nahezu vollständig im Naturpark Holsteinische Schweiz. Diese Tatsache lässt nun Betreiber von bestehenden und zukünftigen Windkraftanlagen befürchten, die neue Landesplanung für Windenergie könnte sie in ihrem zukünftigen Handeln einschränken.

Ihre Anträge auf Herausnahme einzelner Flurstücke in Hobstin und Kniphagen lagen dem Bauausschuss der Gemeinde vor. Der nahm die Punkte jedoch von der Tagesordnung. Interfraktionell war man sich zuvor einig geworden, einen anderen als den von der Verwaltung vorgeschlagenen Weg zu gehen. Während der Beschluss eine Ablehnung der Anträge vorsah, will man sich nun als Gemeinde mit dem Land beraten, dessen Haltung gegenüber der Herausnahme von Teilbereichen von der Verwaltung als „grundsätzlich äußert kritisch“ eingestuft wird.

„Die Nöte der Windkraftbetreiber sind erkennbar“, äußerte der Ausschussvorsitzende Joachim Krüger (SPD) Verständnis für die Anträge. Michael Schumacher (CDU) sprach von einem „Zukunftsthema“. Mit Blick auf die Zukunftssicherung und eine Wertschöpfung vor Ort müsse geklärt werden, welche Entwicklung innerhalb des Naturparks noch möglich sei. Nicht nur die Antragsteller hätten Pläne für die Zukunft.

Bärbel Seehusen (SPD) hob hervor, dass Einigkeit mit dem Land bestehen müsse, um Erfolg mit Anträgen dieser Art zu haben. Im OHA-Gespräch erklärte die amtierende Bürgermeisterin: „Wir wollen alle die Natur schützen. Die Entwicklung Schönwaldes kann aber nicht nur am Tourismus hängen. Es gibt auch landwirtschaftliche Betriebe, die sich entwickeln müssen.“ Gemeinsam mit dem Planungsbüro Ostholstein sollen nun eben solche Standorte ermittelt und dann die Verträglichkeit mit den Vorgaben des Naturparks mit dem Land beurteilt und beraten werden.

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erstellt am 13.Feb.2016 | 12:32 Uhr

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