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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 12:41 Uhr

Basketball : Nächster Spielort: Houston

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Eutiner Paul Sprick hat sich in den USA für einen Platz im Auswahlteam von Raymond Felton gesichert

An das Leben in den USA hat sich Paul Sprick in den letzten Monaten gewöhnt. Der 18-Jährige geht seit September 2013 auf die Greensboro Day School und geht seinem Sport, dem Basketballspiel, begeistert nach. Zurzeit ist er dabei, wenn die „Under Armour Association“ ihre Meisterschaft ausspielt. Dort sind insgesamt 30 Auswahlteams organisiert, je 15 von der West- und 15 von der Ostküste. Der Eutiner hat sich beim Casting, dem sogenannten Tryout, für die Turnierserie des Sportausrüsters qualifiziert, in der er für die Mannschaft von Raymond Felton antritt. Felton ist einer der großen Stars in der NBA, der National Basketball
Association, und spielt seit 2012 für die New York Knicks.

„Das Tryout war vor sechs Wochen und hat drei Tage gedauert. Am ersten Tag haben 150 Schüler vorgespielt, am zweiten 60, und nach dem dritten Tag sind zwölf Spieler ausgewählt worden“, berichtet Sprick. Die Turniere sind eine Art Schaufenster für Talente. Die Universitäten haben die Mannschaften im Blick, nehmen einzelne Spieler unter die Lupe. Die Auswahlteams funktionieren so, dass jeder der zwölf Spieler in
etwa die gleichen Einsatzzeiten bekommt, um sich zu zeigen. Und er kommt stets auf seiner Position zum Zuge, Paul Sprick ist Aufbauspieler. „Ich muss mich ordentlich ranhalten“, verrät er. Die nächste Station ist am kommenden Wochenende Houston in Texas. Vor dem zweiten Turnier, das in Pittburgh, Pennsylvania, ausgetragen wurde, sei er von Kopf bis Fuß eingekleidet worden. Das große Finale mit allen 30 Teams steigt vom 26. bis 28. Juli in Kentucky.

Bei der Auswahl sind nicht nur die taktischen und technischen Fähigkeiten gefragt. Es kommt auch auf die schulischen Leistungen und das Auftreten an. „Die Beobachter sehen genau hin, wie ein Spieler reagiert, wenn er den Ball verliert oder wenn der Schiedsrichter eine für ihn harte Entscheidung trifft“, sagt der Schüler, der 2015 in Greensboro seinen Abschluss machen will. Er hat vor zwei Wochen seine Abschlussklausuren für dieses Schuljahr geschrieben. Danach sind noch vier Wochen Schule, ehe die großen Ferien beginnen, die 14 Wochen dauern, also über drei Monate. Das neue Schuljahr, in dem Paul Sprick als bevorstehender Absolvent den Status des „Seniors“ genießt, beginnt am 20. August. Mit konkreten Gesprächen über die Ausbildung und den Basketballsport an einer Universität rechnet der Nachwuchsspieler im Oktober.

In den letzten Schulwochen dreht sich im Schulsport für Paul Sprick alles um die Leichtathletik, vor allem den Sprint. 100- und 200-Meter-Sprints sowie Staffelläufe stehen auf seinem Stundenplan. Die knappe Freizeit verbringt er mit seiner Gastfamilie, schaut sich mit den Ayecocks Baseballspiele an, in denen seine Gastbrüder mitspielen.

„Der Lebensstil in den USA ist ganz anders. Hier herrscht ein konstanter Leistungsdruck“, sagt Sprick. Er ist im März für eine Woche in Eutin gewesen und hat sich gefreut, wie freundlich er aufgenommen worden ist. Aber er habe auch gemerkt, wie gut er sich in Nord Carolina eingelebt habe und wie für ihn einiges in Eutin ungewohnt geworden sei.

„Wir leben in einer netten Nachbarschaft“, sagt Paul Sprick über sein Leben in Greensboro. Ihn hat der tragische Tod des Hamburger Schülers Diren betroffen gemacht. „Ich konnte am Anfang nicht nachvollziehen, warum die Amis so viele Waffen haben“, sagt der Eutiner, der sich in seiner Wahlheimat sicher fühlt. „Man muss mit diesem Teil der Mentalität umgehen“, stellt Paul Sprick fest. Es gebe große Unterschiede zwischen den USA und Deutschland.

 

 

 

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erstellt am 10.Mai.2014 | 18:00 Uhr

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