Eutin : Nächster Schritt für Gartenschau

Die Eutiner Stadtvertretung berät über die europaweite Ausschreibung der Planung.

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03. Dezember 2012, 11:34 Uhr

Eutin | Der Zug zur Landesgartenschau 2016 in Eutin nimmt Fahrt auf: Die Stadtvertretung soll am 12. Dezember eine europaweite Ausschreibung beschließen, in der die Fachplaner für die Gestaltung der Ausstellungsflächen gesucht werden. Konkrete Anforderungen und Verfahrensschritte dafür haben die Mitglieder von Haupt- und Planungsausschuss gemeinsam in einer nichtöffentlichen Sitzung bereits vorbereitet.

Über drei Stunden dauerte die Beratung dazu im Rathaus. "Wir haben hart um die Vorgaben für die Gestaltung der Landesgartenschau in ihren verschiedenen Bereichen gerungen. Ich glaube, wir haben jetzt eine gute Grundlage, die wir der Stadtvertretung für die Ausschreibung empfehlen können", sagte die Hauptausschuss-Vorsitzende Margret Möller dem OHA.
150.000 Euro Kosten für den Wettbewerb

Sie betonte zugleich die Notwendigkeit, die Beratungen zu dem Thema hinter verschlossenen Türen zu führen. Nur so werde gewährleistet, dass bei der Veröffentlichung der Ausschreibung alle Interessenten die gleichen Startchancen hätten; sollten vorher schon Details der Anforderungen bekannt werden, bestehe die Gefahr von Konkurrentenklagen gegen die Eutiner Planersuche. Und dann würde der enge Zeitplan für die Vorbereitung der Landesgartenschau ins Rutschen geraten. Unter diesem Vorzeichen gab es in der Sitzung der beiden Ausschüsse keine lange Diskussion um den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Für die Ausschreibung und Organisation des europaweiten Planer-Wettbewerbes hat die Stadt das Hamburger Beratungsunternehmen Drost-Consult eingespannt. Es ist spezialisiert auf solche Verfahren und hat auch die Stadt Norderstedt auf ihrem Planungsweg für die Landesgartenschau 2011 begleitet. In der bisherigen Kalkulation rechnet man in Eutin mit 150.000 Euro Kosten für den Wettbewerb; Innenminister Andreas Breitner hat der Stadt dafür eine 70-prozentige Förderung zugesagt.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt begründete das aufwendige Auswahlverfahren mit dem Ziel, ein Höchstmaß an planerischer Qualität und Ideenvielfalt für die Realisierung der Landesgartenschau zu gewinnen. Sie soll 2016 auf gut 20 Hektar Fläche rund um die Stadtbucht über 500.000 Besucher anlocken.

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