Eutin : Nadelöhr für fast zwei Monate

Von der Abfahrt Eutin wird die B76 ...
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Von der Abfahrt Eutin wird die B76 ...

B76 wird ab Ende Juni voll gesperrt, der Verkehr durch die Kreisstadt umgeleitet. Die Stadt wartet Entwicklung zunächst ab

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13. Juni 2015, 04:00 Uhr

Neue Geduldsprobe für die Eutiner: Zu den Bauarbeiten in der Kreisstadt im Zuge der Landesgartenschau kommen nun weitere hinzu. Wenn auch nicht direkt im Zentrum, sondern vor den Toren Eutins. Der Landesbetrieb für Straßen und Verkehr muss die Bundessstraße B  76 auf neun Kilometern Länge sanieren. Und dazu wird die Eutiner Ortsumgehung voll gesperrt, der Verkehr über die Kerntangente und durch die Stadt geleitet.

12  000 Fahrzeuge sind täglich auf der B  76 unterwegs – sie müssen nun durch Eutin. Die Stadt möchte den Verkehr möglichst gradlinig, sprich auf Basis der ehemaligen B  76, umleiten, sagt Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt. Noch sei man mitten in den Planungen, jedoch werde die Stadt zunächst abwarten, wie sich der Verkehr entwickle, so Stein-Schmidt. „Wir werden das beobachten und dann entscheiden, ob wir eine grüne Welle an den Ampeln oder Parkverbote einrichten.“


Die Bauarbeiten starten am 23. Juni


Starten sollen die Arbeiten zwischen Röbel und der L174 – also der Abfahrt Eutin-Neudorf – ab Dienstag, 23. Juni. Nach ersten Vorarbeiten soll nach den Planungen des Landesbetriebs ab dem 26. Juni dann die Anschlussstelle zur Lübecker Landstraße erneuert werden. Dazu wird dieser Bereich voll gesperrt.

Auf der B  76 wird dann ab dem 29. Juni bis etwa zum 21. August gearbeitet. Und damit wird die Kreisstadt fast zwei Monate lang zum Nadelöhr, denn in dieser Zeit muss der Verkehr so durch Eutin fließen, wie vor dem Bau der Umgehungsstraße – über die Lübecker Landstraße quer durch die Stadt via Elisabethstraße hin zur Kerntangente und weiter zur L174. Aus Richtung Plön entsprechend in entgegengesetzter Richtung. Es sei „die einzig sich aufdrängende Ausweichmöglichkeit“, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs in Lübeck.

2,1 Millionen Euro soll die Sanierung der B  76 kosten. Und die Frischzellenkur sei dringend nötig: „Die Straße hat ein Alter erreicht, dass Flickarbeiten nichts mehr nützen“, sagt Sommerburg. Vor 20 Jahren wurde die Ortsumgehung eröffnet. Und trotz turnusgemäßer Instandhaltungsarbeiten haben die Fahrbahnen nur eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, so Sommerburg. Die B  76 hatte sich also gut gehalten – bis jetzt.

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