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Eutin/Malente : Nadeln im Hackfleisch: Verdächtige identifiziert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach einer Serie von Anschlägen auf Supermarkt-Kunden in Eutin und in einem Fall auch in Malente hat die Kriminalpolizei einen wichtigen Fahndungserfolg erzielt

von
erstellt am 14.Sep.2014 | 21:59 Uhr

In diversen Supermärkten in Eutin und in einem Fall auch in Malente sind bereits seit Oktober 2013 Packungen mit Fleisch, Hackfleisch und auch Würste  verkauft worden,  in denen Nähnadeln steckten. Die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Kriminalpolizei ermitteln  in mehr als 20 Fällen, sagte Carola Aßmann, Sprecherin der Polizeidirektion Lübeck. Der vorerst letzte Fall ereignete sich am vergangenen Montag.
Gestern meldete die Polizei einen ersten Fahndungserfolg.   Nach dem jüngsten Fund in der vergangenen Woche in Eutin hatte die Kripo am Sonnabend ein Foto aus der Überwachungskamera eines Supermarktes veröffentlicht.    Das Foto zeigt eine dunkelhaarige Frau, die sich in einem Verbrauchermarkt in Eutin aufhielt. Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gingen bei der Polizei ein.  „Gleichzeitig hat sich eine 60-Jährige Frau aus dem Kreis Ostholstein bei uns gemeldet, die sich auf dem Fahndungsfoto erkannt hat“, sagte gestern Carola Aßmann. Die Frau habe bereits einige Fragen beantwortet. Nähere Angaben zu den Aussagen könnten aber nicht gemacht werden. Die  Frau gelte weiterhin als tatverdächtig, so die Polizeisprecherin. Auch über ein mögliches Motiv ist noch nichts bekannt.  
 Zuvor hatten die Lübecker Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei monatelang ohne durchschlagenden Erfolg ermittelt. Die 20 Anschläge mit Nähnadeln  verliefen glimpflich. Es gab lediglich eine Verletzte: Eine Frau habe sich beim Verarbeiten von Hackfleisch leicht an der Hand verletzt, teilte die Polizei mit. Eine  17-Jährige hatte Glück: Sie bemerkte  beim Essen noch rechtzeitig eine Nadel im Mund.
Von den Taten sei keine bestimmte Supermarktkette betroffen, teilte die Polizei weiter mit. „Wir haben eine bunte Mischung“, sagte die Sprecherin.
Nach Angaben des Lübecker Oberstaatsanwaltes Günter Möller  habe man aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt die Bevölkerung informiert – und sei dabei bewusst „ein gewisses Risiko eingegangen“. Allerdings hätten die Supermärkte ihre Fleischabteilungen intensiv per Video überwacht.
Möglicherweise war die Frau, nach der erfolgreich gefahndet wurde, keine Einzeltäterin. Ziel von Ermittlungen war dem Vernehmen nach auch ein Mann aus Ahrensbök. Mehr will die Staatsanwaltschaft heute bekannt geben.

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