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Eutin und Malente : Nadeln im Hack: Frau bleibt in Psychiatrie

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine 60-Jährige soll in Ostholstein Fleisch mit spitzen Nadeln gespickt haben. Sie befindet sich in medizinischer Obhut.

Eutin | Die Frau, die in Supermärkten im Kreis Ostholstein abgepacktes Hackfleisch mit Nähnadeln gespickt haben soll, befindet sich nach wie vor in der Psychiatrie. Sie werde dort nach dem Gesetz zur Hilfe und Unterbringung psychisch kranker Menschen für zunächst sechs Wochen betreut, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck am Dienstag.

Einen formellen Antrag auf Unterbringung habe die Behörde deshalb bislang nicht gestellt, sagte er. Die 60-Jährige hatte sich am Wochenende bei der Polizei gemeldet, nachdem mit Bildern einer Überwachungskamera nach ihr gefahndet worden war.

In 20 Fällen sind abgepackte Waren von ihr mit Nähnadeln gespickt worden. Begonnen hatte die Ostholsteinerin damit vor elf Monaten, betroffen waren Supermärkte in Eutin und Bad Malente, darunter Rewe, Netto, Aldi und Sky. Motiv der Frau aus Bad Malente soll Verärgerung über Massentierhaltung gewesen sein.

Ernsthafte Folgen hatten die Taten nicht. Eine Frau hatte sich nach Angaben der Polizei beim Verarbeiten von Hackfleisch leicht an der Hand verletzt. Eine 17-Jährige hatte beim Essen von gebratenem Hack gerade noch rechtzeitig eine Nadel im Mund bemerkt.

Auf scharfe Kritik stößt unterdessen das Vorgehen der Polizei. Aus ermittlungstaktischen Gründen hatte man die Bevölkerung nicht gewarnt.  „Wie schön, dass man ein Jahr lang munter Fleisch - und Wurstwaren eingekauft hat, ohne zu wissen, dass sich darin eventuell Nadeln befinden könnten“, schreibt Patricia Schmidt auf der sh:z-Facebookseite. „Unglaublich.“

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erstellt am 16.Sep.2014 | 14:54 Uhr

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