Jugendfussball : Nachwuchskicker im WM-Fieber

Wie die iranische Mannschaft in Belo Horizonte kämpften die D-Jugendfußballer des TSV Travemünde in Eutin mit vollem Einsatz.
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Wie die iranische Mannschaft in Belo Horizonte kämpften die D-Jugendfußballer des TSV Travemünde in Eutin mit vollem Einsatz.

Beim D-Jugendturnier um den 2. Stanno-LMK-Cup im Fritz-Latendorf-Stadion waren 32 Mannschaften am Start.

shz.de von
23. Juni 2014, 09:55 Uhr

Der 2. Stanno-LMK Cup der zehn- bis zwölfjährigen D-Jugendfußballer der SG Eutin/Malente stand stand ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft in Brasilien. Jede der 32 Jugendmannschaften repräsentierte ein Teilnehmerland. Die Nationen wurden vorher zugelost. Der SV Göhl gewann das Turnier nach Neun-Meter-Schießen als „Bosnien-Herzegowina“ gegen den TSV Tangstedt für „Italien“.

Cheforganisator Heiko Willert, Frank Lunau und Ehrengast Michael „Magic“ Prus eröffneten den Cup. Michael Prus beobachtete gut gelaunt die ersten Spiele. „Es ist wichtig, dass die Kinder Spaß am Fußball haben“, stellte der Ex-Bundesligaprofi fest. Prus spielte von 1988 bis 1996 beim FC Schalke 04. Der Verteidiger gehörte aufgrund seiner sachlichen Spielart zu den Lieblingen beim Publikum. Einer seiner Fans ist Bastian Griebsch. Seit Anfang der neunziger Jahre ist der Fissauer Jugendtrainer Fan der Königsblauen. Prus gehörte in jener Zeit zu seinen Idolen. Umso mehr freute er sich, dass er den Ex-Schalker im Fritz-Latendorf-Stadion traf.

Michael Prus ist Landestrainer des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV). Er ist auch für die Teams der Altersklassen U15 und U18, die sich vom 4. bis 6. Juli beim norddeutschen Turnier im „Uwe Seeler Fußballpark“ bewähren müssen und eine gute Vorbereitung für die deutsche Meisterschaft, die ab dem 21. Juli in Duisburg ausgespielt wird. Prus ist auch für die Trainerausbildung verantwortlich.

Bastian Griebsch war beim Turnier vollauf beschäftigt. Da in letzter Sekunde eine Mannschaft abgesagt hatte, erklärten sich die Fissauer bereit, noch ein drittes Team zu stellen. So repräsentierten die Kicker Spanien, Costa Rica und Kroatien.

Luisa Soost und Nele Peters gehörten zu den Spielerinnen der D-Jugend des TSV Fissau, die für den inzwischen ausgeschiedenen Weltmeister Spanien kickte. Beide Mädchen gaben sich sicher, dass sie länger als Spanien im Turnier durchhalten. Luisa Soosts Lieblingsspieler bei den Spaniern ist Javier Martinez. Nele Peters hingegen findet Fernando Torres am besten. Nele Peters tippt auf Gastgeber Brasilien als Weltmeister, während Luisa mit Portugal eine mutige Auswahl trifft.

Die drei Fissauer Mannschaften schieden in der Vorrunde aus. Immerhin kickten sogar E-Junioren bei den Fissauern mit. Torhüterin Vanessa Lau wurde sogar als beste Torhüterin ausgezeichnet. Die Gastgebermannschaft der SG Eutin/Malente landete als Brasilien auf Rang 14. Die WM als Motto stieß bei den Mannschaften auf große Resonanz. Spieler, Eltern und Trainer des SV Rickling warfen sich richtig in Schale. Ihnen war Argentinien als Land zugelost worden. Optisch vertraten sie den zweimaligen Weltmeister würdig mit Trikots und Flaggen. Ein Spieler des SV Rickling war Lais Schmidt. Allerdings hielt sich seine Begeisterung für Messi und Co. in Grenzen. Lais Schmidt ist Thomas-Müller-Fan. Bei der richtigen WM drückt er der deutschen Nationalmannschaft die Daumen.

Beim Stanno LMK-Cup lief nicht alles rund. Es fehlte an ausreichend Schiedsrichtern. Viele Teams reisten früh ab, so dass bei der Siegerehrung nur noch sieben Mannschaften anwesend waren.

Die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn überreichte dem SV Göhl den Wanderpokal. Der PSV Wismar wurde mit dem Fair-Play-Preis ausgezeichnet. Organisator Heiko Willert freute sich über die Veranstaltung. „Es war ein riesiger Aufwand, aber er hat sich gelohnt. Ich bin froh, dass wir am Ende doch 32 Teams hatten. Dafür ein großes Dankeschön an den TSV Fissau. Wir schätzen, dass etwa 2500 Menschen das Turnier besucht haben“, sagte Heiko Willert nach Turnierschluss.

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