Eutin : Nachmieter für Sky-Markt gesucht

Die Stadt wünscht sich einen Nahversorger am Platz, doch derzeit ist noch keiner in Sicht. Die Suche von Makler und Hausverwalter laufen.
Die Stadt wünscht sich einen Nahversorger am Platz, doch derzeit ist noch keiner in Sicht. Die Suche von Makler und Hausverwalter laufen.

Die Fleisch- und Käse-Theke schließt Ende Dezember, letzter Verkaufstag des Marktes ist 27. Januar.

Avatar_shz von
19. Dezember 2017, 04:00 Uhr

Die Tage sind gezählt. Der Sky-Markt in der Innenstadt schließt nach dem letzten Verkaufstag am 27. Januar endgültig seine Türen. Die Fleisch- und Käse-Theke macht bereits zum 31. Dezember dicht. „Wir bemühen uns und sind in ständigen Gesprächen. Wir würden uns sehr wünschen, dass dort wieder ein Nahversorger hinkommt“, sagte Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt gestern auf Nachfrage. Doch bisher sei leider kein Nachmieter in Sicht.

Im März war bekannt geworden, dass der Sky-Markt schließt, „da er nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann“, wie Sabine Pfautsch sagt, Leiterin Unternehmenskommunikation der Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG. Der Mietvertrag läuft Ende Februar aus und wurde entsprechend fristgerecht gekündigt. Die rund 30 betroffenen Mitarbeiter sollen laut Pfautsch in den umliegenden Märkten weiter beschäftigt werden.

Unmittelbar nach dem letzten Verkaufstag am 27. Januar werde laut Pfautsch mit der Räumung des Geschäftes begonnen, damit der Laden besenrein übergeben werden könne. Der Eigentümer lebt in Kopenhagen „Die restliche Ware werden wir an die umliegenden Sky-Märkte übergeben. Die Ladeneinrichtung wird veräußert oder im Rahmen der Umstellung von Sky auf Rewe weiter genutzt“, sagte Pfautsch. Bis zum letzten Tag werde versucht, die Warenversorgung aufrecht zu erhalten und den Kunden das gewohnte Sortiment zu bieten. Der Sky-Markt im Industriegebiet bleibt laut Pfautsch bis Mitte 2019 als solcher erhalten und werde danach zum Rewe-Markt „umgeflaggt“.

Es habe für den Laden am Markt drei bis vier ernsthafte Interessenten gegeben, doch momentan sehe es so aus, „als ob wir danach leider auf einen Leerstand zusteuern“, sagte der Hausverwalter. Das Problem bei der Immobilie sei die Lage: Bei kostenpflichtigen Parkplätzen, die mit Einkaufswagen schlecht erreichbar sind, mache niemand seinen Wocheneinkauf. Dies sei schließlich auch für den derzeitigen Markt ein wichtiger Faktor gewesen – „die kleinen Bons reichen nicht für den wirtschaftlichen Betrieb“, so der Hausverwalter. Er rechne mit einer sechsstelligen Summe, die der Eigentümer in das Gebäude vor einer neuen Vermietung investieren werde.

Die Stadt zeige sich in allen denkbaren Bereichen gesprächsbereit, sagte Stein-Schmidt. Doch nun seien Makler und Hausverwalter am Zug. Vielleicht müsse auch bei der 1a-Lage und dem Zustand der Immobilie die Preisgestaltung entsprechend angepasst werden, so die Stadtmanagerin.

In unmittelbarer Nachbarschaft, am Eckhaus Peterstraße mit Bäcker Allwörden im Erdgeschoss, tue sich etwas, sagte Stein-Schmidt erfreut. Eine Architektin habe konkrete Pläne, das Gebäude, zu dem auch der einstige Pizza-Laden in der Peterstraße gehöre, als Wohn- und Geschäftshaus zu entwickeln.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen