Hohenfelde im Kreis Plön : Nach Großfeuer auf Campingplatz: 65-Jähriger verstorben

Der Campingplatz am Morgen nach dem Brand.

Der Campingplatz am Morgen nach dem Brand.

Der bei dem verheerenden Brand auf dem Campingplatz Seeblick schwer verletzte Hamburger ist seinen Verletzungen erlegen.

shz.de von
03. Juli 2018, 09:58 Uhr

Hohenfelde | Nach dem verheerenden Brand auf dem Campingplatz Seeblick in Hohenfelde (Kreis Plön) in der Nacht zum Montag ist ein 65-jähriger Camper aus Hamburg seinen schweren Verletzungen erlegen. Das teilt die Polizei am Dienstag mit. Bernd S. hatte bei dem Brand seines Wohnwagens schwere Verbrennungen erlitten. Er war mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Lübeck geflogen worden, wo er in der Nacht verstarb.

Gegen Mitternacht hatte der Wohnwagen von Bernd S. plötzlich in Flammen gestanden. Zwei Nachbarn konnten den Hamburger mit schwersten Brandverletzungen aus seinem Vorzelt ziehen und in Sicherheit bringen. „Dann breitete sich das Feuer durch den starken Wind in einem wahnsinnigen Tempo aus“, sagt Helmut Kläwke (77), ein Bekannter des Hamburgers.

Helmut Kläwke in seinem Vorzelt. Auch hier sind die Fenster aus Plastik geschmolzen.
Eckard Gehm
Helmut Kläwke in seinem Vorzelt. Auch hier sind die Fenster aus Plastik geschmolzen.
 

Beim Eintreffen der Feuerwehr standen schon mehrere Wohnwagen in Flammen. Elf Wohnwagen, zwei Boote und ein Auto brannten in der Nacht zum Montag nieder, 20 Gasflaschen explodierten oder brannten mit einer Stichflamme ab. Kläwke: „Es knallte immer wieder laut, das waren die platzenden Reifen.“

Fenster schmolzen, Gasflaschen explodierten.
Daniel Friederichs

Fenster schmolzen, Gasflaschen explodierten.

Die Hitze war so gewaltig, dass selbst bei weiter entfernten Vorzelten die Plastikfenster schmolzen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, evakuierte den gesamten Platz. „Die Camper, deren Wagen brannten, waren glücklicherweise fast alle schon abgereist“, sagt Helmut Kläwke. Auch Bernd S. wollte eigentlich am Sonntagabend zurück nach Hamburg. Doch er blieb, schließlich war der Kraftfahrer ja gerade erst in Rente gegangen. „Es waren schreckliche Bilder, die mir nicht aus dem Kopf wollen“, erzählt ein anderer Camper.

Sie fachten das Feuer weiter an: Das Gas strömte durch die Überdruckventile und entzündete sich.
Eckard Gehm
Sie fachten das Feuer weiter an: Das Gas strömte durch die Überdruckventile und entzündete sich.

Die Brandursache ist noch unklar. „Da kaum etwas übrig ist, gestalten sich die Ermittlungen schwierig“, sagte Polizeisprecher Matthias Arends. Der Schaden sei immens. „Die Wohnwagen sind ja in der Regel umfangreich ausgestattet, da ist man schnell im sechsstelligen Bereich.“

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert