Nach 26 Jahren ist Schluss

Die Gegenspieler können oft nur noch machtlos zusehen, wenn Florian Schumacher den Ball kraftvoll aufs Tor schießt.
1 von 2
Die Gegenspieler können oft nur noch machtlos zusehen, wenn Florian Schumacher den Ball kraftvoll aufs Tor schießt.

Florian Schumacher beendet aus beruflichen und privaten Gründen in der Verbandsliga seine Fußballlaufbahn

shz.de von
18. Mai 2018, 20:52 Uhr

Mit Florian Schumacher beendet wohl einer der dienstältesten Spieler von Eutin 08 am Saisonende seine Fußballerlaufbahn. Der 31-Jährige laboriert schon länger an Kniebeschwerden und kann künftig aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr den Aufwand als Spieler der Verbandsligamannschaft betreiben.

Bereits als Fünfjähriger stand „Flo“, wie er von seinen Freunden genannt wird, auf dem Fußballplatz. Das kleine Fußball-ABC brachte ihm sein erster Trainer Gero Maaß, damals auch Spieler der ersten Mannschaft von Eutin 08, bei. Schumacher durchlief alle Mannschaften im Jugendbereich von Eutin 08. „Die meiste Zeit hatte ich Alfred Schnalke als Trainer. Er hat mich auch geprägt“, erinnert sich der torgefährliche Stürmer, der urspünglich als Mittelfeldspieler ausgebildet wurde. Als sein bis dahin schönstes Erlebnis im Jugendbereich erinnert sich Schumacher gern an den Aufstieg mit der A-Jugend in die höchste schleswig-holsteinische Spielklasse.

Im Männerbereich kam „Flo“ sofort in den Kader der ersten Mannschaft, die damals in der Kreisliga spielte. Nachdem das Team mit Trainer Martin Block die Meisterschaft gewonnen hatte, übernahm in der folgenden Saison Lars Callsen als Spielertrainer. „Von Calli habe ich am meisten gelernt, zumal wir sehr lange gemeinsam gespielt und trainiert haben.“ In seiner ganzen Karriere verließ Florian Schumacher nur zwei Mal den Verein, um jeweils ein Jahr später zu Eutin 08 zurück zu kehren. Eine Saison spielte er für den SV Schackendorf und eine Spielzeit lief er für den TSV Malente auf.

„Auf dem Waldeck fühle ich mich heimisch und fühle mich Eutin 08 besonders verbunden“, erzählt Schumacher. Weitere Hobbies pflegt er kaum: „Ich war ja die meiste Zeit auf dem Fußballplatz. Da blieb nicht viel Zeit für andere Dinge.“ Als Höhepunkte seine Laufbahn nennt er den Kreispokalsieg gegen das favorisierte Team von Strand 08 und die Partie gegen den FC St. Pauli, als fast 2000 Zuschauer das Waldeck füllten.

So ganz will Florian Schumacher die Fußballschuhe noch nicht an den Nagel hängen. „Wenn mal Not am Mann ist, werde ich in der dritten Mannschaft aushelfen. Aber regelmäßiges Training und Spiele sind nicht mehr drin“, sagt der Angreifer mit Blick in die Zukunft.

Er arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger in der Stationsleitung der Notaufnahme der Sana-Klinik und muss im nächsten Jahr Prüfungen ablegen, auf die er sich gewissenhaft vorbereiten will. „Außerdem haben wir ein Haus gemietet, das wir in absehbarer Zeit kaufen wollen. Da wartet nicht nur Gartenarbeit auf mich“, erzählt er.

Dennoch wird Florian Schumacher auch künftig auf dem Sportplatz als Zuschauer dabei sein. „Der Fußball hat mir sehr viel gegeben. Das kann man nicht so einfach abhaken.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen